Reinhardswald soll zum Naturpark werden

Reinhardswald. Der Reinhardswald könnte bald den Titel Naturpark tragen: Die schwarz-grüne Landesregierung plant eine Gesetzesänderung, die dies möglich macht.

Das teilt Steffi Weinert mit, Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag. 2011 war der Landkreis mit einer entsprechenden Initiative gescheitert, weil der Wald zu wenig Flächen mit Landschafts- (LSG) und Naturschutzgebieten (NSG) enthielt.

Doch nach den Vorstellungen von Schwarz-Grün sollen künftig unter anderem auch „Wälder mit Erholungsfunktion“ gelten. Der Reinhardswald umfasst viele solcher Flächen. Mit der Auszeichnung als Naturpark bekäme der Wald auch einen besonderen Schutz. Allerdings soll der Bau von Windrädern nicht eingeschränkt werden. Das ist im Antrag der schwarz-grünen Koalition ausdrücklich erwähnt.

Trotzdem liegen große Hoffnungen auf dem Schutzstatus: Von „positiven Signalen für die Region“ spricht Grünen-Fraktionssprecherin Weinert. Mit der Gesetzesinitiative eröffneten sich Entwicklungsperspektiven, die allen in der Region zugute kommen könnten.

Die CDU im Kreistag hofft auf eine Förderung des Tourismus durch den Titel wie bei anderen Naturparks in der Region. Die Windkraftkritiker von der Oberweser sehen sich durch den Vorstoß der schwarz-grünen Koalition in ihrem Kampf für den Wald bestätigt. Juristisch werde die Ausweisung aber wenig bringen, fürchten sie.

Denn im Antrag steht auch, dass die „Errichtung punktueller Infrastruktureinrichtungen“ dem Schutzstatus nicht entgegenstehe. Darunter könnte auch die Salzpipeline fallen, befürchtet Weinert.

Vom Regierungspräsidium Kassel gibt es dazu eine klare Aussage: Die Ausweisung als Naturpark sei kein Ausschlusskriterium - weder im Bezug auf Windkraft, noch im Bezug auf den Bau einer Salzpipeline.

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