Geplante Windparks

„Reinhardswald ist für Windkraft ungeeignet“

Hofgeismar. Die Bürgerinitiative Pro Reinhardswald hält an ihrer Kritik an den geplanten Windparks im Reinhardswald fest.

Durch die über 200 Meter hohen Anlagen werde die Natur in den Waldgebieten unwiederbringlich zerstört. BI-Mitglied Oliver Penner weist darauf hin, dass allein durch die Zuwegung und die großen Kurvenradien der Wege viel Fläche verloren ginge.

Wackliger Untergrund

Die Erkundungsbohrungen von K+S für ein geplantes Salzlaugespeicherbecken hätten zudem gezeigt, dass die Geologie an den Weserhängen nicht geeignet sei, hier schwere Windenergieanlagen zu errichten. Schon seit den 1960er Jahren sei bekannt, dass das Gebiet von Subrosion (Auslaugung und Verfrachtung unterirdischer Gesteinsformationen) betroffen sei.

Skepsis bezüglich Gutachten

Aber auch die Vorkommen von geschützten Tierarten wie Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäusen würden naturschutzfachlich Windkraftanlagen im Wald verbieten. In der BI sei man allerdings skeptisch, dass die bestellten Gutachten zu entsprechenden Ergebnissen kommen.

Privatmann profitiert

Nicht nachvollziehen kann man in der BI, dass die EGR 100 000 Euro für Interkommunale Zusammenarbeit vom Land erhalte, „wo doch auch ein Privatmann als Genossenschafter davon profitiert“. Penner sieht hier einen Widerspruch zu einschlägigen Bestimmungen der Hessischen Gemeindeordnung. (geh)

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