Rhein-Ruhr-Express: Komfortabler von Hofgeismar nach Köln

Nach der Vertragsunterzeichnung: NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch (links) mit Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (rechts) und dem NVV-Bereichsleiter Schienenplanung, Peter Roßkothen, vor einem Modell der RRX-Züge von Siemens, die ab 2018 Kassel und Hofgeismar an das Ruhrgebiet anschließen. Foto: Dieckmann/nh

Hofgeismar. Der neue Rhein-Ruhr-Express soll ab 2018 eine alte Lebensader zwischen der Mitte Deutschlands und dem Westen wiederbeleben.

„Ganz Nordhessen wird von dem Konzept profitieren, denn bereits ab 2016 gibt es eine Verbindung zwischen Kassel und dem Ruhrgebiet, die 2018 mit den komfortablen neuen Fahrzeugen einen Fernverkehrskomfort erhält“, sagte NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch am Montag bei der Unterzeichnung der Verkehrsverträge.

Die am RRX beteiligten Zweckverbände, zu denen auch der NVV gehört, haben die Betriebsleistungen der neuen Linien mit insgesamt 14,6 Millionen Zugkilometern pro Jahr an zwei große Unternehmen vergeben (siehe Länderseite).

Komfortablere Züge 

Damit sich die Bewohner auf das neue Angebot einstellen können, wird es schon im Dezember 2016 mit sechs Regional-Express-Linien (RE) beginnen, die dann von 2018 bis 2020 schrittweise in das RRX-System überführt werden. Wichtigste Eigenschaft der neu entwickelten RRX-Züge ist die komfortablere Ausstattung, wozu unter anderem Barrierefreiheit und ein hohes Tempo gehören.

Bahnsteiganpassung 

Der noch von der Bahn AG im kommenden Jahr gestartete Vorlaufbetrieb mit Fahrzeugen der jetzigen Generation benötigt zum Teil noch keinen neuen Bahnsteig, während er für die RRX-Züge zwingende Voraussetzung ist, um überhaupt als Haltepunkt in Frage zu kommen (siehe Hintergrund). Details zur Bahnsteigplanung liegen noch nicht vor, da die endgültige Planung erst jetzt nach dem Vertragsabschluss beginnt. Im Übergangsbetrieb sollen vermutlich die aktuellen roten Regionalexpress-Züge („Hagen-Express“) mit hohem Einstieg verkehren sowie elektrische S-Bahn-Fahrzeuge des Typs 423 mit Einstiegen, die etwas höher sind als die der Regiotram, aber breitere Türen für schnelleren Fahrgastwechsel haben sowie ausreichend Platz für Räder und Rollstühle.

Unabhängig davon verkehrt seit 2010 zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Nordrhein-Westfalen die gelb-graue Eurobahn des Betreibers Keolis. Mit dem Vorlaufbetrieb wird bereits der Zwei-Stunden-Takt von 6 bis 21 Uhr eingeführt, der auch nach Umstieg von den RE- auf die RRX-Linien erhalten bleibt. Für die Kunden ändere sich dann in 2018 nichts außer dass die Fahrzeuge besser werden, erklärte Steffen Müller vom NVV.

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