Nabu will Pläne stoppen

Rotmilan als letztes Mittel gegen Windpark am Heuberg

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Windräder im Diemetal bei Liebenau.

Hofgeismar. Die Pläne für einen Windpark mit bis zu acht Anlagen auf dem Hofgeismarer Heuberg könnten noch einmal ins Stocken geraten - das zumindest hofft der Nabu.

Zusammen mit dem Kreisjagdverein ruft der Nabu in den Diemeltaldörfern sowie rund um Hofgeismar zur Sichtung und Meldung von Rotmilanstandorten auf. Eine neue Kartierung, in der die Horste der Tiere erfasst sind, soll so erstellt werden.

Mitte März soll die zweite Offenlegung des Teilregionalplans Energie erfolgen, danach könnte die neue Kartierung dafür herangezogen werden, den Bau der geplanten Windräder zumindest zu erschweren, wenn nicht sogar zu verhindern. Ein Bau solcher Anlagen ist nämlich nach EU-Recht im Radius von 1000 Metern um ein Rotmilannest ausgeschlossen.

„Wir denken schon, dass weitere Horste gefunden werden. Nach der zweiten Offenlegung der Pläne sind Einsprüche dagegen wieder möglich, sodass die Karte bis dahin erstellt sein soll“, erklärt Christiane Sasse vom Nabu. Sie macht auch deutlich, dass sie ein „Fan der Windkraft“ und ein „Freund der Energiewende“ sei, doch die Planungen sollten nicht so „maßlos und rücksichtslos“ erfolgen, wie das im Diemeltal geplant sei.

Der Windpark auf dem Heuberg ist ein Projekt der Stadt Hofgeismar. Bürgermeister Markus Mannsbarth zeigt sich gelassen: Es sei wichtig zu prüfen, welche Tiere dort leben und möglicherweise beeinträtigt werden. „Doch dafür gibt es neutrale Gutachter“, sagt er. Und ein avifaunistisches Gutachten sei sowieso Voraussetzung dafür, dass am Heuberg gebaut werden kann.

Eine hohe Hürde hatten die Windpark-Planungen bereits Ende vergangenen Jahres überwunden. Die Bundeswehr erklärte sich bereit, ihren Nachtflugkorridor anzupassen. Der stand den Anlagen bis dahin im Weg. (cst)

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