Bisher keine Probleme bei Kontrollen

Ruhe trotz Sonnenschein: Die Menschen im Kreisteil bleiben Zuhause

+
Still ruht das Wasser: Die Bänke am neuen Hafenbecken in Bad Karlshafen blieben am Wochenende überwiegend verwaist. 

Mit der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und verschärften Schutzmaßnahmen ist es ruhig geworden auf den Straßen in der Region.

Obwohl die Frühlingssonne lockte, sah man am Wochenende nur wenig Menschen, die unterwegs waren.Nicht nur in der Hofgeismarer Fußgängerzone, sondern beispielsweise auch in Bad Karlshafen war kaum Betrieb.

Das bestätigt die Polizei. Streifen hätten Schulhöfe, Spielplätze und Restaurants angefahren, sagte ein Sprecher am Sonntag. Bereiche, wo sich noch in den Tagen zuvor Menschen trafen. Dort gab es keine Vorkommnisse. „Die Menschen scheinen einsichtig zu sein“, ergänzte der Beamte.

Vereinzelt Menschen auf Spielplätzen

Das ist auch der Eindruck von Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. Zwei Hilfspolizisten sind in der Stadt unterwegs und kontrollieren, ob die neuen Auflagen eingehalten werden. Und er verschaffte sich auch selbst einen Eindruck von der Lage. Vereinzelt hätten sie Menschen auf Spielplätzen angetroffen. Wenn man sie angesprochen habe, hätten sie die inzwischen gesperrten Bereiche verlassen. Nach seinem Eindruck seien sie auch tatsächlich gegangen und nicht wieder zurückgekehrt, wenn die Hilfspolizisten verschwunden waren. „Mit freundlicher Ansprache“ habe das funktioniert.

Die ersten Sonntage des Jahres mit frühlingshaftem Wetter locken normalerweise zahllose Menschen nach Bad Karlshafen. Ganz anders in diesem Jahr. Alle gastronomischen Betriebe, Hotels, Campingplatz und Jugendherberge sind geschlossen, die Hauptstraße ist nahezu verwaist und unbefahren. Auch im Kurpark und am Gradierwerk ist kaum jemand unterwegs – auch ohne dass mehr als der Outdoor-Fitnesspark gesperrt ist.

Nur 50 Kunden in Trendelburger Edeka

Waren in der ersten Hälfte der vergangenen Woche noch viele auswärtige Autokennzeichen auszumachen, sind jetzt nur noch ein paar Einheimische unterwegs. Auf Weser- und Diemelradweg trifft man auf Menschen, die meist allein oder zu zweit spazieren gehen oder eine Radtour machen. Sicherheitsabstand: gefühlte 80 Meter.

In den Supermärkten kann man sehen, wie die markierten Abstände eingehalten werden. Auch vor den Regalen hält man Abstand. Der Trendelburger Edeka-Chef Frank Müller desinfizierte die Einkaufswagen. „Aufgrund unsere Marktgröße dürften eigentlich 96 Kunden in den Laden, doch wir lassen nur 50 rein“, sagte Müller. Gemeinsam einkaufen ist nicht mehr möglich, nur noch einzeln kommen die Menschen in die Läden. Auch bei Müller herrscht Ebbe bei machen Produkten. „Es ist nicht so, dass diese nicht vorrätig sind, es ist die Logistik, die überlastet ist“, berichtet er. Auch Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange war im Einsatz. „Die Sicherheitsmaßnahmen wurden umgesetzt“, sagte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.