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Neue Röhrenrutsche in Hofgeismar in Betrieb

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Von: Thomas Thiele

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Links ist das Ende der Röhrenrutsche zu sehen, ein Mann schießt aus der Rutsche ins Wasser, das hoch aufspritzt. Neben der Rutsche stehen zwei Männer und beobachten das Geschehen.
Mehr Tempo und Spaß: Dass die neue Edelstahlrutsche schneller ist, als die der alten Machart, stellte auch Schwimmmeister Vincent Reckling beim Proberutschen fest, beobachtet von Bürgermeister Torben Busse und Robert Mohr vom Bauamt. Das Tempo kann jeder selbst regeln. © Thomas Thiele

In Hofgeismars Schwimmbad am Park kann nach langer Pause entlich wieder gerutscht werden - jetzt mit Licht und Ausblick.

Hofgeismar – Mit Verspätung, aber mit umso größerer Begeisterung bei den Nutzern ist im Hofgeismarer Bad am Park (BaP) die komplett erneuerte Riesenröhrenrutsche wieder in Betrieb gegangen. Technische Überwachungsverein (TÜV) hatte am Montag mehrere Stunden lang die an gleicher Stelle neu errichtete Rutsche überprüft und war „begeistert von der Qualität der Ausführung“ durch eine Firma aus Fulda. Dies betraf vor allem die über 50 Schweißnähte der Edelstahlabschnitte, die auf der Innenseite fein poliert wurden, wie Bürgermeister Torben Busse am Mittwoch erfreut schilderte. Bei der vorherigen Glasfaser-Rutsche habe man jede Fuge beim Rutschen gespürt, das sei jetzt völlig anders, berichtete Robert Mohr vom Bauamt, der Planung und Ausführung überwachte.

Die Erneuerung der Rutsche war ursprünglich gar nicht vorgesehen. Nach der vorangegangenen großen Dachreparatur, wegen der das Bad rund ein Jahr gesperrt war, zeigte sich aber, dass das Trockenstehen der Rutsche nicht bekommen war. Nachdem sie zuvor noch problemlos durch die Prüfung kam, hatte sich die 20 Jahre alte Oberfläche nun so verändert, dass sie doch erneuert werden musste.

Statt für eine neue GfK-Rutsche entschied man sich für eine Röhre aus Edelstahl, die laut Busse problemlos bis zu 50 Jahre halten könne. Die obere Hälfte ist aus durchsichtigem Plexiglas, so dass es auch ein völlig neues Rutscherlebnis bei Licht gebe. Je nach Wetter könne es aber zeitweise beschlagen sein.

Das neue Vergnügen hat seinen Preis: Die Rutsche kostet rund 245 000 Euro und ist etwa ein Drittel teurer als die Kunststoffversion, sei aber auf die Lebenszeit gesehen wirtschaftlicher.

Die Rutsche verfügt noch über eine weitere Neuerung: Am Start zeigt eine Ampel an, wann gerutscht werden darf. Vorgeschrieben ist ein Abstand von 20 Sekunden, damit Unfälle vermieden werden. Zur Überwachung ist eine Kamera installiert, damit der Schwimmmeister sehen kann, ob am Eingang der Rutsche alles rund läuft, aber auch, ob jemand dort möglicherweise gesundheitliche Probleme hat. Die Rutsche ist ab sofort freigegeben.

Von Thomas Thiele

Am Beginn der Rutsche hält sich ein Mann an der Haltestange fest und wartet. Soeben ist die Ampel auf Grün umgeschaltet.
Start mit Ampel: Alle 20 Sekunden kann man losrutschen. Die Überwachung ist vorgeschrieben, um Unfälle zu vermeiden. © Thomas Thiele

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