Nachprüfungsverfahren noch nicht entschieden

Sababurg-Neubau nicht vor Ende 2022 fertig

Ruhige Baustelle: Die technische Ausstattung (hier in der ehemaligen Hotelküche) wurde bereits abgebrochen. Es ist unklar, wann das Gebäude folgt.
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Ruhige Baustelle: Die technische Ausstattung (hier in der ehemaligen Hotelküche) wurde bereits abgebrochen. Es ist unklar, wann das Gebäude folgt.

Die Sanierung und der Neubau des Schlosshotels auf der Sababurg werden deutlich länger dauern als geplant.

Sababurg - Jetzt steht fest, dass es aufgrund des noch nicht entschiedenen Nachprüfungsverfahrens in einem Architektenstreit (die HNA berichtete) zu einem merklichen zeitlichen Verzug kommt. Das bestätigte jetzt offiziell der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Eine Fertigstellung der Neubau- und Sanierungsarbeiten noch im Jahr 2022 werde nicht möglich sein, teilte LBIH-Sprecher Alexander Hoffmann mit: „Eine neue Einschätzung ist vor Ende des Nachprüfungsverfahrens nicht zu treffen. Das gilt auch für eventuelle Zusatzkosten“. Allerdings seien aufgrund der Baupreisentwicklung während des Vergabekammerverfahrens gegebenenfalls auch Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Planung zu berücksichtigen.

Grund für den Streit: Im Anschluss an das Vergabeverfahren zur Beauftragung eines Architekturbüros für den Neubau hatte, wie berichtet, ein unterlegenes Büro Einspruch vor der Vergabekammer eingelegt. Erst nach der Entscheidung über die Vergabe der nötigen Planungsleistungen kann der LBIH, der die Sanierung im Auftrage des Landes koordiniert, in dieser Sache wieder tätig werden. Wann ein Urteil bezüglich der Planungsleistungen gefällt wird, sei nicht absehbar. Das mache laut LBIH auch genauere Einschätzungen zur künftigen Zeitplanung derzeit unmöglich. „Wünschenswert ist eine baldige Entscheidung im Nachprüfungsverfahren, um die Arbeiten auf dem Gelände der Sababurg weiter voranbringen zu können“, erklärt LBIH-Direktor Thomas Platte.

Die umfasst den Neubau eines Hoteltraktes an Stelle des früheren Wirtschaftsgebäudes und des bisherigen Hotel- und Restaurantgebäudes sowie den Umbau und die Modernisierung des Kanzleigebäudes inklusive des Westturms. Damit möchte das Land einen erfolgreichen Betrieb der Sababurg als Hotel, Restaurant und Veranstaltungsort auch in Zukunft ermöglichen und den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Nordhessen stärken.

Außerdem sollen die zur Sababurg gehörenden Außenanlagen und die Parkplätze instandgesetzt werden. Tiefbaumaßnahmen und die Herrichtung der Terrassenflächen sind ebenfalls geplant.

Während der Sanierungszeit wird in Abstimmung mit der Stadt Hofgeismar geplant, das Außengelände bei passender Witterung für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen, soweit die Bauarbeiten und die Pandemielage das zulassen. Auch die Fortführung der Außengastronomie an Wochenenden und Feiertagen ist wie in den vergangenen zwei Jahren angedacht. Die Suche nach einem geeigneten Pächter werde der LBIH „rechtzeitig vor Ende der Sanierungsarbeiten“ beginnen, sobald eine genauere Zeitplanung erfolgen kann.

Erste wesentliche Schritte zur Instandsetzung der Burganlage wurden bereits abgeschlossen. So wurden unter anderem der Westturmhelm und die WC-Anlagen im Innenhof erneuert. Auch der nichtkonstruktive Abbruch und die Rückbauarbeiten technischer Anlagen für den geplanten Neubau wurden bereits abgeschlossen. (Thomas Thiele)

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