Juristisches Verfahren bremst Hotelabriss und Neubau

Sababurg-Abriss steht wegen Architekten-Streit still

Küche des Hotels und Restaurant auf der Sababurg
+
Wird verschwinden: Die ehemalige Küche der Sababurg wird ebenfalls abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Touristen, Hochzeitspaare und Feinschmecker müssen sich gedulden: Der geplante Neubau des Hotels auf dem Dornröschenschloss Sababurg verzögert sich wegen juristischer Probleme.

Hofgeismar - Im ersten Halbjahr 2020 konnten (wie berichtet) die ersten Rückbauarbeiten von nachträglichen Einbauten im Hotel- und Gaststättengebäude abgeschlossen werden. Der 1976 errichtete Anbau am historischen Kanzleigebäude soll vollständig abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden, der einen modernen Hotel- und Restaurantbetrieb ermöglicht, erläutert Alexander Hoffmann vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) in Wiesbaden. Die Bausubstanz hätte saniert und unter anderem die technische Ausstattung mit Ver- und Entsorgungsleitungen komplett erneuert werden müssen, weshalb sich das Land Hessen, dem die Burg gehört, für einen teilweisen Neubau als wirtschaftlichere Lösung entschied. Das Land hat für das gesamte Projekt über 12 Millionen Euro vorgesehen. Konkrete Pläne für den neuen Anbau gibt es aber noch nicht.

Seit dem Frühsommer dieses Jahres ruhen allerdings alle Arbeiten. Derzeit ist das weitere Vorgehen für den Neubau abhängig von einer Entscheidung in einem Nachprüfungsverfahren zur Vergabe der nötigen Planungsleistungen. Nach Hoffmanns Angaben hat im Anschluss an das Vergabeverfahren zur Beauftragung eines Architekturbüros für den Neubau im März 2020 ein unterlegenes Büro Einspruch vor der Vergabekammer eingelegt. Erst nach der Entscheidung darüber kann der LBIH in Sachen Neubau wieder tätig werden. Wann ein Urteil gefällt wird, sei derzeit nicht absehbar.

Der Landesbetrieb Immobilien wünsche sich eine baldige Entscheidung in der Sache, um die Arbeiten auf dem Gelände der Sababurg weiter voranbringen zu können. Nähere Auskünfte zu dem aktuell noch laufenden Nachprüfungsverfahren seien dem Landesbetrieb leider nicht möglich.

Eine schriftliche Anfrage unserer Zeitung beim zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt brachte bis Redaktionsschluss noch kein Ergebnis. (Thomas Thiele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.