„Schnell fahren kann jeder“

14 Teilnehmer bekamen Tipps beim E-Bike-Sicherheitstraining in Hofgeismar

Beim Pedelec-Sicherheitstraining lernten die Teilnehmer unter anderem eine Gefahrenbremsung mit dem E-Bike. Sie mussten zwischen den Pylonenspitzen anhalten. Bernhard Brauner (rechts) leistete Hilfestellung.
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Beim Pedelec-Sicherheitstraining lernten die Teilnehmer unter anderem eine Gefahrenbremsung mit dem E-Bike. Sie mussten zwischen den Pylonenspitzen anhalten. Bernhard Brauner (rechts) leistete Hilfestellung.

„Immer auf das Ziel fokussieren“, schallt es gestern Vormittag über den Parkplatz beim Bad am Park in Hofgeismar.

Hofgeismar – Die 14 Teilnehmer des Sicherheitstrainings für E-Bikes sind hoch motiviert und folgen den Tipps und Anweisungen von Cornelius Blanke vom ADAC Hesssen-Thüringen und seinen Kollegen. Einige Teilnehmer haben wegen des regnerischen Wetters abgesagt – einige sind noch spontan gekommen. Mit den Pedelecs zwischen Pylonen Slalom fahren und das richtige Bremsen sind Übungen, die von den Trainern angeleitet werden. Auch Fragen wie „Was ist der perfekte Reifendruck für mein Rad?“ oder „Wie stelle ich den Sattel auf die richtige Höhe?“ werden zwischendurch beantwortet. Das Niveau der Teilnehmer ist ganz unterschiedlich. Einige haben das E-Bike erst neu, andere kennen sich schon besser damit aus. Während der eine oder andere noch Probleme hat, die Hütchen beim umkreisen nicht umzufahren, geht es manchen leicht von der Hand – oder vom Fuß.

„Man lernt nie aus“

„Wir haben in der HNA von der Veranstaltung gehört und uns direkt angemeldet. Wir sind froh, dass wir ausgewählt wurden“, erzählt Teilnehmerin Jutta Althans aus Niestetal. Sie und ihr Ehemann haben seit über einem Jahr Pedelecs und wollen bei diesem Sicherheitstraining den richtigen Umgang mit den Bikes lernen. „Man lernt nie aus“, sagt sie. Gerade im Moment sei der Bedarf an Sicherheitstrainings hoch: „Im letzten Jahr wurden 1,95 Millionen E-Bikes verkauft“, erzählt E-Bike-Profi Cornelius Blanke. „Da ist es natürlich auch wichtig zu wissen, wie man mit den Rädern umgeht.“ Denn oft werden die Bikes unterschätzt: „Dadurch, dass die Räder 25 bis 30 Kilogramm wiegen, können sie bergab ziemlich beschleunigen“, erklärt er der Truppe. „Das Fahrrad kann schneller fahren, als wir reagieren können. Da muss man vorsichtig sein.“ Wegen der höheren Durchschnittsgeschwindigkeit sind nämlich auch die Bremsen stärker, als bei normalen Rädern. Daran müssen sich Anfänger erst gewöhnen. „Schnell fahren kann jeder“, erklärt Blanke. Die Kunst sei es, sicher zu fahren. Das Training kommt gut an: „Noch nie hat jemand nach dem Kurs gesagt „Das habe ich jetzt nicht gebraucht“. Immer haben die Teilnehmer etwas Neues gelernt.“

Fahrrad-Tour an der Diemel

Nach dem etwa einstündigen Training ging es für die Pedelec-Truppe auf eine 50 Kilometer-Fahrrad-Tour. Die Tour führte über Hümme nach Trendelburg, dann ein Stück entlang der Diemel über Deisel nach Helmarshausen und weiter bis zum Hafen in Bad Karlshafen. Anschließend über Herstelle zum Erlenhof. Dann weiter über Wülmersen, nach Trendelburg und zurück nach Hofgeismar. Geplant und geführt hat die Tour Bernhard Brauner, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Weser-Diemel. (Clara Pinto)

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