Nach Isaak Pierson benannt

Schöneberg: Debatte um Straßenname beendet - neuer Name steht fest

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Bekommt Namen: Der asphaltierte Wirtschaftsweg vorne heißt künftig Isaak-Pierson-Straße. Auf der Wiese hinten entstehen drei Baugrundstücke, eines ist schon verkauft. Links ist der Zugang zur Friedhofshalle.

Die bisher namenlose Verbindungsstraße in Schöneberg von der B 83 am Friedhof vorbei zum Sportplatz heißt künftig Isaak-Pierson-Straße.

Das beschlossen am Montag die Hofgeismarer Stadtverordneten bei vier Gegenstimmen und zehn Enthaltungen nach einer ungewöhnlich langen Diskussion. 

Sie gipfelte in der Frage, ob an einer Straße, die keinen Namen hat, überhaupt Häuser gebaut werden dürfen. Um das vorwegzunehmen: es darf, aber es ist unpraktisch.

Der Ortsbeirat war mehrheitlich für den Namen

Beschlossen wurde, dass die neue Erschließungsstraße nach dem ersten Ortsvorsteher der vor 320 Jahren gegründeten Hugenottensiedlung benannt wird. Das war auch die mehrheitliche Meinung des Ortsbeirates, nachdem es auch Ideen gab, die Straße nach dem Flurnamen Hilgenstock zu benennen.

In der Stadtverordnetensitzung am Montag gab es Bedenken von Schöneberger Landwirten wegen der Zuordnung der Grundstücke, von denen zwei über den Wendehammer der Hans-Christian-Andersen Straße sowie einen kurzen Stichweg erschlossen werden und ein Grundstück, das bereits verkauft ist, über die Isaak-Pierson-Straße.

Nachteile für landwirtschaftliche Fahrzeuge befürchtet

Waltraud Vialon (CDU) und Ingo von Germeten-Neutze (FDP) fürchteten erhebliche Nachteile für die Benutzung mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, wenn die Straße bebaut werde und dort Fahrzeuge stehen. 

An der Straße, an der auch der Friedhof und am Ende der Sportplatz liegen, gebe es bei Veranstaltungen schon jetzt immer wieder Probleme durch geparkte Fahrzeuge, so dass man nicht durchkomme.

Ingo von Germeten-Neutze wollte die Abstimmung sogar vertagen, weil in der Antragsbegründung eine falsche Version enthalten war. Darin hieß es, dass ein Grundstück von der Andersen-Straße und zwei von der Pierson-Straße erschlossen werden. Man wolle sich nicht etwas unterschieben lassen, was nicht stimme, meinte er. 

Keine Informationen über weitere Möglichkeiten

Waltraud Vialon bemängelte, dass der Bürgermeister noch die Prüfung weiterer Möglichkeiten zugesagt habe, von denen aber nichts zu lesen sei.

Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing stellte klar, dass die Begründung nicht Bestandteil des Beschlusstextes sei, ein Fehler also keine Folgen habe würde. Man werde aber einen Aktenvermerk mit der Korrektur anfügen.

Stefan Dworak (WSD) merkte an, dass man sich bei der Auswahl von Straßennamen grundsätzlich mehr Gedanken über die praktische Anwendung machen sollte. Manche seien so lang, dass sie in kein Formular passten.

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