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Hofgeismarer Kinderbuch-Illustratorin schreibt ihr erstes Werk „Das Glashaus-Geheimnis“

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Von: Peter Kilian

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Marie Braner am Arbeitsplatz: Die Hofgeismarerin ist Kinderbuch-Illustratorin, hat vor Kurzem aber auch ihr erstes Buch veröffentlicht. Darin geht es um wunderliche Antiquitäten, exotische Pflanzen und ein wohlgehütetes Familiengeheimnis.
Marie Braner am Arbeitsplatz: Die Hofgeismarerin ist Kinderbuch-Illustratorin, hat vor Kurzem aber auch ihr erstes Buch veröffentlicht. Darin geht es um wunderliche Antiquitäten, exotische Pflanzen und ein wohlgehütetes Familiengeheimnis. © Peter Kilian

Mit elf Jahren schrieb die Marie Braner in ihr Tagebuch als Berufswunsch Kinderbuchautorin. Inzwischen ist die Hofgeismarerin 29 Jahre und hält ihr erstes Kinderbuch in der Hand.

Hofgeismar – „Das Glashaus-Geheimnis“ lautet der Titel. Geschrieben und illustriert von Marie Braner. Um die Entwicklung der jungen Kinderbuchautorin zu verstehen, ist ein kurzer Blick zurück nötig.

Dass der Eintrag von damals nicht nur einer kindlichen Laune entsprang, zeigte sich bereits während der Schulzeit. Wobei sie sagt, übermäßiges Talent sei ihr nicht in die Wiege gelegt worden. Zwar belegte Marie an der Oberstufe der Albert-Schweitzer-Schule Kunst als Leistungskurs, doch fiel ihr nicht alles in den Schoß. „Ich habe mir viel erarbeiten müssen“, blickt sie zurück.

Nach dem Abitur zog es Marie Braner von Hofgeismar nach Münster. Dort belegte sie den Bachelor-Studiengang Design mit Schwerpunkt Illustration. 2016 schloss sie das Studium ab. Während dieser Zeit entstanden auch erste Kontakte zu Verlagen. Dennoch belegte die angehende Illustratorin einen vierjährigen Master-Studiengang in Kunst- und Kommunikationswissenschaften.

Für mehrere Kinderbücher hat sie mittlerweile die Bilder geliefert. Wobei das in enger Absprache mit den Autoren läuft, zu denen über die Verlage Kontakte erstellt werden. Natürlich hat Marie Braner im Laufe der Zeit Vorlieben entwickelt. So sagt sie: „Ich illustriere sehr gern fantastische Geschichten. Aber man kann es sich nicht immer aussuchen.“

Bei ihrem eigenen Buch lief natürlich alles etwas anders ab. Die Lektorin eines jungen Bamberger Buchverlages entdeckte in diesem Fall auf der Homepage Marie Braners eine Bilderserie. Angetan von den Zeichnungen, meldete sich der Verlag und fragte, ob die Illustratorin dazu nicht auch ein Kinderbuch schreiben wolle. Da musste Braner nicht lange überlegen, hatte sie sich doch bereits im Vorfeld Gedanken gemacht, welche Handlung zu den Bildern passen könnte.

Man wurde sich einig, und das erste Kinderbuch Braners nahm Konturen an. „Die eigentliche Handlung hatte ich sehr schnell im Kopf. Doch Feinschliff und richtiger Stil nahmen Zeit in Anspruch,“ räumt die Autorin ein. Genau erinnern kann sich Braner übrigens daran, dass ihr der erste Satz des Buches nachts in den Kopf schoss.

Nicht ganz klappte es mit dem Vorsatz, täglich eine feste Stundenzahl zu schreiben. Da machte die Schwangerschaft einen Strich durch die Rechnung. Eine Hilfe war ihr in dieser Zeit Ehemann Fabian, der stets mit Rat und Tat zur Seite stand, vor allem dann, wenn die Autorin mal wieder zu kritisch mit ihrem eigenen Text ins Gericht ging. Auch eine wichtige Stütze: ihre Mutter. Sie war nach jedem Kapitel die erste Leserin und half mit Ratschlägen. Nach sechs Monaten wurde das Werk, in dem Rosa die Hauptrolle spielt, abgeschlossen. Wird es weitere Bücher von Marie Braner geben? Wahrscheinlich schon, denn sie sagt: „Ich habe noch viele Ideen in der Schublade.“ (Peter Kilian)

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