Mit Tests und Masken geht es weiter

Schulen im Kreisteil Hofgeismar bereiten sich auf Unterricht nach den Ferien vor

Am Montag geht es unter strengen Regeln wieder los: Auch im Kreisteil Hofgeismar starten die Schüler und Lehrer im Präsenzunterricht. Regelmäßiges Testen und Maskenpflicht stehen auf dem Plan.
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Am Montag geht es unter strengen Regeln wieder los: Auch im Kreisteil Hofgeismar starten die Schüler und Lehrer im Präsenzunterricht. Regelmäßiges Testen und Maskenpflicht stehen auf dem Plan.

Die Weihnachtsferien sind zu Ende und wieder stehen die Schulen zum Unterrichtsstart vor einer Mammutaufgabe.

Kreisteil Hofgeismar - Die Coronalage bleibt angespannt, trotzdem soll auch im Kreisteil Hofgeismar Präsenzunterricht stattfinden – allerdings unter strengen Auflagen. Maskenpflicht, regelmäßige Tests und vieles mehr kommt auf Lehrer und Schüler zu. Was das für die Schulleitungen bedeutet und wie Eltern zu dem Schulstart stehen, haben wir erfragt.

Schulen

„Noch vorsichtiger“ als bisher sollten die Schulen nach den Weihnachtsferien starten, sagt Fredy Zech, Leiter der Immenhäuser Freiherr-vom-Stein-Schule. Nach dem Stand vom Donnerstag erwartete er keine neuen Vorgaben für den Unterrichtsbeginn am Montag. Das bedeutet, dass sich die Schüler wie schon vor den Ferien montags, mittwochs und freitags testen. Außerdem sollen die Schüler nochmals nachdrücklich an das Tragen der Maske hingewiesen werden, kündigte Zech an. Innerhalb der Schulgebäude gilt eine generelle Maskenpflicht ebenso wie im Unterricht. Auf dem Schulhof tragen die Schüler keine Masken.

Bewährt habe sich an der Schule, dass viele Räume quergelüftet werden könnten. Das verbessere den Frischluftaustausch deutlich. Etwa alle 20 Minuten werde gelüftet, sofern nicht die CO2-Messgeräte eine schnellere Lüftung anzeigten. Allerdings warte die Schule noch auf die Luftreinigungsgeräte, deren Lieferung der Landkreis eigentlich schon zu den Herbstferien angekündigt hatte, ergänzte Zech. Noch sei nicht bekannt, wann die Geräte kommen sollten.

Gemeinsam legten Schüler und Lehrer Wert darauf, dass die Corona-Regeln eingehalten werden, sagte der Schulleiter. Darauf führt er auch zurück, dass es an der Freiherr-vom-Stein-Schule bisher wenig Coronafälle gegeben habe. Er sei zuversichtlich, dass das auch so bleibe.

Auch wenn man an der Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein Respekt vor den ansteigenden Zahlen hat, so versuchen die Lehrer dort entspannt am Montag in den Unterricht zu starten. „Es gilt Maskenpflicht, so wie schon vor den Ferien. Das ist während der Schulstunden natürlich nicht optimal, hilft aber ungemein“, sagt Schulleiterin Martina Boye-Griesel. Dass es mit Präsenzunterricht weitergeht, findet sie richtig: „Es ist nicht für das Lernen wichtig. Es geht auch um das soziale Miteinander unter den Schülern.“ Sie betont allerdings auch, dass Präsenzunterricht nur solange vertretbar sei, solang die Infektionszahlen in den Schulen nicht explodieren würde. „Bei uns gab es nur wenige positive in den vergangenen Monaten“, sagt Boye-Griesel. Würden alle Stricke reißen, wäre erneut Wechselunterricht denkbar.

Neben der Maskenpflicht müssen sich die Schüler drei Mal wöchentlich testen. Ausgenommen von der Regelung sind die, die schon vollständig geimpft, also den zweiten Piks hinter sich haben. „Sie dürfen dennoch gerne Schnelltest machen, wenn sie sich damit sicher fühlen“, so die Schulleiterin.

Eltern

Auch viele Eltern haben sich mittlerweile an die herausfordernde Corona-Lage gewöhnt. Die Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Opelt, deren Sohn die siebte Klasse der Marie-Durand-Schule in Bad Karlshafen besucht, blickt zuversichtlich auf den kommenden Montag. „Ich schicke mein Kind ohne Bedenken in die Klasse.“ Die Schulleitung habe in den vergangenen Monaten mehrfach bewiesen, dass sie kompetent und verantwortungsbewusst mit der Situation umgehe, die Hygiene-Vorschriften einhalte und auf aktuelle Maßnahmen reagiere.

„Ich kann natürlich nicht für alle Eltern sprechen. Mein Eindruck ist aber, dass viel weniger Sorgen geäußert werden, als es noch zu Beginn der Pandemie der Fall war“, berichtet Opelt. Die Regeln seien Schülern und Lehrern längst bekannt – wenngleich sie weiterhin anstrengend blieben. Dennoch spüre Opelt sowohl aufseiten vieler Schüler eine Erleichterung, dass es am Montag wieder in Präsenz losgehe. „Mein Sohn freut sich auf seine Freunde.“ Seitdem er selbst – wie viele andere Schüler auch – geimpft sei, habe er ein entspannteres Gefühl. Gerade in der Ferienzeit hätten sich wieder viele Kinder sehr isoliert, das Wiedersehen mit den anderen sei nun sehr wichtig. „Viele Eltern haben sich mit der Lage arrangiert. Und die Schule hat es im Griff“, zieht Opelt als Fazit. (Bernd Schünemann, Daria Neu und Nela Müller)

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