Folgen für Schüler und Lehrer

Schulen im Kreisteil sind vorbereitet

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Glückwünsche für die Abiturienten: An der Albert-Schweitzer-Schule finden ab Donnerstag regulär die Abiturprüfungen statt. Wie jedes Jahr hängen auf dem Schulgelände Plakate.

Aufgrund des Coronavirus wird der Unterricht an den Schulen ab Montag ausgesetzt. Darauf hatten sich die Einrichtungen im Kreisteil Hofgeismar bereits vorbereitet.

In der Marie-Durand-Schule in Bad Karlshafen gab es keinen Corona-Verdachtsfall. Daher lief der Schulbetrieb bis zum Freitag ganz normal weiter, wie Schulleiter Driton Mazrekaj noch am Freitagmorgen erklärte. Aber schon da wusste er, dass die Aussetzung des regulären Unterrichts wohl nur noch eine Frage der Zeit sei: „Wir liegen hier im Dreiländer-Eck. In Niedersachsen sind schon alle Schulen dicht gemacht. Ich gehe davon aus, dass es hier auch bald soweit sein wird“, ergänzte Mazrekaj.

Damit sollte er recht behalten. Doch seine Schule hatte schon vorgesorgt: Den Schülern wurden Bücher mitgegeben und Lehrer hatten im Voraus bereits Aufgaben für zuhause erarbeitet. Am Freitag wurde vorsorglich der Elternsprechtag abgesagt. Auch Klassen- und Abschlussfahrten nach Nordfrankreich, an den Gardasee und Spanien fallen für Schüler und Lehrer aus. „Natürlich bekommen wir besorgte Anrufe von Eltern, was ich nachvollziehen kann. Die Schüler gehen allerdings mit der Situation um das Coronavirus gelassen um. Ich verspüre keine Unruhe“, erklärte der Schulleiter.

Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

An der Albert-Schweitzer-Schule wartete man am Freitagmittag noch auf Nachricht aus Wiesbaden. Am Abend teilte das Kultusministerium dann mit, dass die Abiturprüfungen landesweit wie geplant ab Donnerstag stattfinden sollen.

Auf die Aussetzung des Unterrichts, die ebenfalls entschieden wurde, war man auch hier vorbereitet: Über die digitalen Lernplattformen Moodle und Webuntis seien Schüler und Lehrer untereinander erreichbar. In Krankheitsfällen würden diese Plattformen bereits genutzt, sodass jetzt keine Ausnahmesituation entstehe, sagte Schulleiter Hagen Riedemann.

Veranstaltungen mussten abgesagt werden

Auch an der Herwig-Blankertz-Berufsschule in Hofgeismar gab es bis Freitag keinen aktuellen Corona-Verdachtsfall. Die Schule hatte die aktuellen Informationen des Schulamts zum Umgang mit dem Virus an Schüler und Lehrer weitergegeben, wie Schulleiter Dr. Dietmar Johlen gestern erklärte. Oberstes Ziel sei es, die Sicherheit der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter zu gewährleisten. Die Herwig-Blankertz-Schule hatte schon eine Reihe von Veranstaltungen mit Ausbildungsbetrieben und Kammern absagen müssen, sagte Johlen. Die Skisportwoche nach Südtirol, die Ende nächster Woche stattfinden sollte, wurde ebenfalls abgesagt. Darüber seien Schüler und Lehrer zwar enttäuscht und traurig gewesen, die Entscheidung sei jedoch mit Verständnis aufgenommen worden. 

Bezüglich der Fachoberschulprüfungen sei man nicht an die Abiturprüfungen gebunden und habe dementsprechend noch mehr Zeit. Sorgen müssten sich die Schüler jedoch nicht machen, es werde bereits nach Lösungen gesucht.

Arbeitsmaterialien mit nach Hause gegeben

Auch an der Sieburg Grundschule in Bad Karlshafen war man auf die nun beschlossene Aussetzung des Unterrichts vorbereitet: Man hatte Kinder und Eltern über den aktuellen Stand informiert, am Freitag wurden den Kindern zudem vorsorglich die wichtigsten Arbeitsmaterialien mit nach Hause gegeben, damit zuhause weitergearbeitet werden könne, erklärte Schulleiterin Astrid Kleine-Denke.

Damit greifen nun auch die bislang angedachten weiteren Maßnahmen: Konkrete Arbeitsanweisungen werden über die Homepage veröffentlicht. Auch alle weiteren Informationen werden dort stehen, Eltern sollten die Homepage daher im Blick behalten, sagt die Schulleiterin.

Bis Freitagabend, als die Nachricht des Hessischen Kultusministeriums dann offiziell wurde, war die Sieburg Grundschule noch von größeren Änderungen durch die Coronakrise verschont geblieben. So waren beispielsweise noch keine schulischen Aktivitäten abgesagt worden.

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