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Schulleiter aus dem Kreisteil Hofgeismar ziehen Halbjahresbilanz

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Von: Amir Selim

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Vorderseite der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar
Bisher keine Unterrichtsausfälle: Die Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar kommt trotz der aktuellen Omikron-Welle ohne Ausfälle durch das Schuljahr. Andere Schulen im Kreisteil berichten Ähnliches. © Thomas Thiele

Die Halbjahreszeugnisse stehen an. Im Zuge dessen wollten wir von Schulleitern im Kreisteil Hofgeismar wissen: Wie lief denn das erste Halbjahr, das auch von Corona geprägt war?

Kreisteil Hofgeismar – Das bisherige Halbjahr bei der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar sei ruhig und unauffällig gewesen, berichtet ihr Schulleiter Hagen Riedemann. Unter den rund 400 Schülern des Oberstufengymnasiums seien mittlerweile fast alle doppelt geimpft und auch viele schon geboostert. Trotzdem waren in den vergangenen Wochen immer rund 20 Schüler in Quarantäne. Unterrichtsausfälle habe es bisher jedoch nicht gegeben. Im Zweifel sei man aber gut gerüstet für möglichen Distanzunterricht, sagt Riedemann. Zudem sind für Schüler dieses Jahr wieder Betriebspraktika möglich. Ob und wie diese stattfinden, sei aufgrund der momentanen Lage noch unklar: Selbiges gilt für mögliche Kurs- und Klassenfahrten.

Zu schaffen mache der Schule der hohe Verwaltungsaufwand, der durch die Nachverfolgung von Coronafällen, Überwachung der Quarantäne und der Protokollierung entsteht. „Das ist ein erhebliches Maß an Mehraufwand“, sagt Riedemann.

Porträtfoto von David Schlesinger
David Schlesinger, Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Schule © Christopher Ziermann

„Wir wollen uns nicht beschweren, auch wenn es momentan viel zu verwalten und dokumentieren gibt“, sagt David Schlesinger, Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar zum hohen Verwaltungsaufwand. Man kenne diesen an der Förderschule unabhängig von Corona. Stattdessen habe man alle Hände vollzutun für krankheitsbedingte Ausfälle des Lehrpersonals Vertretungen zu organisieren. Unterricht sei bisher aber nicht ausgefallen. Allerdings bewege man sich am Limit.

Porträtfoto Fredy Zech
Fredy Zech, Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Schule © Tanja Temme

Am Limit habe man auch in Immenhausen gearbeitet, sagt Schulleiter Fredy Zech von der Freiherr-vom-Stein-Schule. Das gelte gerade für den letzten Teil des Halbjahres, in dem die Verwaltungsaufgaben größer wurden. Mit den Halbjahreszeugnissen können sich nun die Schüler der 9. und 10. Klasse auf Ausbildungs- oder auf Oberstufenplätze bewerben. Teilweise sei dies bereits im vergangenen Sommer geschehen, da einige Betriebe und Schulen ein Jahr vor Beginn nach Bewerbern suchen, sagt Zech. Allgemein bereiten dem Schulleiter der Gesamtschule die nicht stattfindenden AGs Sorgen, darunter viele mit körperlicher Betätigung. Das tue den Kindern nicht gut, wie die Erfahrung aus dem Lockdown gezeigt haben. „Die soziale Kompetenz leidet darunter“, sagt Zech.

Unterrichtsausfälle gab es an der Grundschule Diemelaue in Trendelburg nicht. Zudem habe es bisher, vor allem nach den Weihnachtsferien, nur vereinzelt positive Coronafälle gegeben, erklärt Schulleiterin Sylvia Träger. Deshalb laufe soweit alles nach Plan. Vonseiten der Eltern und Kinder gebe es ebenfalls keine Probleme, sagt Träger.

Trotz des hohen Verwaltungsaufwands zeigt sich Dr. Dietmar Johlen, Schulleiter der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar und Wolfhagen, zufrieden. Natürlich seien Schüler oder Lehrer mal in Quarantäne gewesen, aber Krankheitsfälle habe es auch schon vor der Pandemie gegeben, sagt Johlen. Aktuelle habe man ein bis zwei Coronafälle pro Tag. Insgesamt sei das Halbjahr gut verlaufen, weil die Schulgemeinde gut zusammengehalten hat. Für die Zeit nach der Pandemie hofft Johlen, dass man die positiven Entwicklungen, wie zum Beispiel die Digitalisierung, beibehält. (Amir Selim)

Versetzung unter Corona

Nachdem im ersten Corona–Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler versetzt wurden, gab es eine neue Regel im Sommer 2021. Schüler, die im ersten Corona–Schuljahr die Versetzung schafften und im zweiten nicht, durften pädagogisch, also unter besonderen Umständen, versetzt werden. Für diese Schüler gab es freiwillige Kompensationskurse. An der Freiherr-vom-Stein-Schule wurden Kurse in den Hauptfächern, Geschichte und Physik angeboten, sagt Schulleiter Zech.

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