Tier gelangte vermutlich über Fulda und Weser in den Diemelzufluss

Sensation: Biber in der Esse bei Hofgeismar

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Biber in der Esse: Das Tier wurde vor einigen Tagen von HNA-Mitarbeiterin Christina Gräbe fotografiert.

Hofgeismar. Fachleute sprechen von einer Sensation: Der Biber ist zurück in der Esse. Bei Hofgeismar ist ein Tier in dem Zufluss der Diemel beobachtet worden.

Auch Spuren in der Umgebung der Beobachtungsstelle deuten darauf hin, dass der Biber hier aktiv ist.

Der Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Hofgeismar, Hans-Jürgen Schwabe, sagt: „Das ist eine Sensation. wir freuen uns riesig und hoffen, dass noch andere folgen.“

300 Jahre lang galt der Biber in Nordhessen als ausgestorben. Im Herbst vergangenen Jahres wurden einzelne Exemplare an der Fulda bei Kassel entdeckt und auch an der Eder sollen schon welche gesichtet worden sein. Während der Biber im Begriff ist, an Elbe. Rhein, Main und Donau wieder heimisch zu werden, sei dies im Flussgebiet der Weser, zu dem Esse und Diemel gehören, bislang noch nicht der Fall gewesen, sagt Schwabe, um so größer sei jetzt die Freude, dass er da ist.

„Das ist toll, wir freuen uns“, reagierte Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums (RP) in Kassel, auf die Nachricht. Das RP ist die Obere Naturschutzbehörde und damit auch zuständig für den Schutz des streng geschützten größten europäischen Nagetiers.

Es wird vermutet, dass die nun wieder in Nordhessen zu beobachtenden Tiere von der Population an Main und Kinzig abstammen, die dort in den 80er Jahren angesiedelt wurde. Die Tiere gelangten über die Rhön in das Flusssystem der Fulda und jetzt offenbar auch in das Gebiet der Weser.

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