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Soziale Plastik in Hofgeismar bewegt Menschen

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Von: Thomas Thiele

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Ein großes Kreuz im Kreis als Symbol des Endes und Neuanfangs haben gestern einige der Beteiligten an der sozialen Plastik vor der Altstädter Kirche in Hofgeismar aufgebaut. Die künstlerisch gestalteten Holzklötze waren hier 90 Tage aufgebaut und wurden immer wieder ergänzt. Im Bild zeigen Teilnehmer der Baunataler Diakonie und der evangelischen Kita sowie ehrenamtliche Unterstützer um den Künstler Walter Lindemann einige Werke.
Ein großes Kreuz im Kreis als Symbol des Endes und Neuanfangs haben gestern einige der Beteiligten an der sozialen Plastik vor der Altstädter Kirche in Hofgeismar aufgebaut. Die künstlerisch gestalteten Holzklötze waren hier 90 Tage aufgebaut und wurden immer wieder ergänzt. Im Bild zeigen Teilnehmer der Baunataler Diakonie und der evangelischen Kita sowie ehrenamtliche Unterstützer um den Künstler Walter Lindemann einige Werke. © Thomas Thiele

Die seit Jahren gewachsene, aus Tausenden künstlerisch gestalteter Holzklötze bestehende „soziale Plastik“ in Hofgeismar existiert auch nach dem Ende der documenta-Kunstschau weiter.

Hofgeismar – Die auf die Idee der sozialen Plastik des Künstlers Joseph Beuys zurückgehende Aktion, nach der jeder Mensch ein Künstler sein kann, wird vom Initiator Walter Lindemann und der Künstlerinitiative Plexus alle fünf Jahre parallel zur documenta wiederbelebt und lebt davon, dass viele Menschen an ihr mitarbeiten und Teile hinzufügen oder in die Welt tragen.

In diesem Jahr haben, unterstützt durch Fabrikationsreste aus der Firma Holzbau-Sander, etwa 500 Personen rund 700 Klötze gestaltet. 300 Stück davon werden nun in vier Stationen des Diakonissenkrankenhauses in Kassel aufgestellt und regen dort zum kreativen Mitmachen an. Ein weiterer Teil soll bis zum Frühjahr auf dem Altstädter Kirchplatz für Farbe sorgen.

Kunst-Büro als Begegnungsstätte

Die Künstlerinitiative Plexus hatte vor über 30 Jahren begonnen, leer stehende Geschäftsräume bis zur Neuvermietung für Kunstausstellungen und Kunstaktionen zu nutzen. Lange befand sich eine Basis in der Husarenstraße in Hofgeismar. Während der diesjährigen documenta wurden die Räume der früheren Goldschmiede am Markt bezogen, die gestern zum letzten Mal für Treffen der Mal- und Schreibgruppen geöffnet war.

Wie berichtet, wurde das Kunst-Büro zur Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters, das gemeinsame Arbeiten an den Bausteinen sorgte für Emotionen und Kontakte. Sozial ist die Aktion in weiterer Hinsicht. Weil eine Kinderbetreuung nach Kündigung ihrer Räume dringend eine neuen Bleibe suchte, stellte Plexus ihre vom Besitzer bis zur Neuvermietung überlassenen Räume am Markt zur Verfügung. Nun sucht Plexus selbst wieder neue Räume. Walter Lindemann: „Es gibt einige Leerstände in Hofgeismar, da sollte sich doch jemand finden.“ (Thomas Thiele)

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