Baubeginn im Januar geplant

Sporthaus in Hofgeismar wird saniert und erweitert

Das Sporthaus zwischen Bäumen  am Jahnsportplatz in Hofgeismar. Das Haus soll saniert und erweitert werden.
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Abriss ist vom Tisch: Das frühere Bundeswehrgebäude (rechts) am Jahnsportplatz in Hofgeismar wird saniert und erhält einen Anbau. Es steht dann für drei Vereine bereit.

Das von Sportlern und Pfadfindern genutzte Gebäude am Jahnsportplatz in Hofgeismar wird ab Januar saniert und erweitert.

Nachdem es zeitweise sogar Diskussionen um einen Abriss gab und sich diese Gerüchte bis zuletzt hielten, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit, dass ein Zuschuss des Landes eingetroffen sei und das Projekt in Kürze starten könne.

Jugendfußball und Beachvolleyball

Der Jahnsportplatz am südlichen Stadtrand wird von der Fußballabteilung der TSG Hofgeismar hauptsächlich für die Jugendarbeit genutzt. Zusätzlich befinden sich dort drei Beachvolleyball-Felder, wo der VC Blockfrei im Sommer spielt.

Das vermutlich über 100 Jahre alte derzeitige Umkleidegebäude an dem ehemaligen Bundeswehrsportplatz steht direkt an der früheren B 83/Grebensteiner Straße und hat zwei Vollgeschosse mit jeweils etwa 70 Quadratmeter Nutzfläche. Das Erdgeschoss wird als Umkleidebereich genutzt, im Obergeschoss sind die Vereinsräume des Pfadfinderstammes „Schwarzer Panther“ untergebracht.

„Plejaden“ hatten Haus saniert

Die Mädchen der Hofgeismarer Pfadfindergruppe „Plejaden“ hatten das ehemalige bundeswehreigene Haus im Jahr 1994, kurz nach dem Abzug der Soldaten, renoviert und monatelang mit Hammer und Nägeln sowie Pinsel und Farbe aus dem Gebäude ein neues Pfadfinderheim gemacht.

Nach Angaben der Stadt entspricht das Gebäude mit seiner kleinen Grundfläche heute nicht mehr dem gültigen Regelwerk und könne seiner Nutzung nicht mehr gerecht werden. Sowohl Duschen als auch Umkleideräume seien dringend sanierungsbedürftig. Deshalb soll zur Erweiterung ein 113 Quadratmeter großer, einstöckiger Anbau entstehen. Unterm Strich sind Sanierung und einstöckiger Anbau günstiger als Abriss und Neubau.

TSG bleibt im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des alten Gebäudes soll weiter die TSG und im neuen Anbau künftig der VC Blockfrei untergebracht werden. Der Anbau vor der Eingangsseite ist in Holzständerbauweise geplant, mit einer Dacheindeckung aus Sandwichplatten. Er enthält dann die Erweiterung der bestehenden Kabinen, den neuen Hausanschlussraum, eine Schiedsrichterkabine, ein behindertengerechtes Besucher-WC, eine Umkleidekabine mit WC und Duschraum für den VC Blockfrei sowie einen Verkaufsraum mit Küche, die gemeinschaftlich genutzt werden kann. Die Gast-Umkleidekabine kann wechselweise von VC und TSG genutzt werden.

In diesem Entwurf bleibt das Obergeschoss nahezu unberührt, nur die Sanitärobjekte im Obergeschoss werden erneuert. Dieses wird weiterhin von den Pfadfindern genutzt. Die Fassade, die Fenster und die Dachhaut des Altbaus werden weitestgehend saniert und ertüchtigt.

Möglicherweise können zusätzliche Unterstandmöglichkeiten entlang des Spielfeldes geschaffen werden.

Unerwartete Förderung

Die Stadt Hofgeismar hatte im März beim Land Hessen einen Zuschuss aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Sportland Hessen“ beantragt. Nachdem damals mit einer Förderung nicht zu rechnen war, erhielt die Stadt nun Mitte November einen Bescheid über eine Förderung von 50 000 Euro.

Schon 2009 hatte die Stadt Hofgeismar aus dem damaligen Konjunkturprogramm auf einen Zuschuss für einen Wärmeschutz am Umkleidegebäude Jahnsportplatz gehofft. Im Haushalt für 2019 waren dann schon einmal für „Abriss und Neubau der Sanitärgebäude“ am Jahnsportplatz 186 000 Euro eingeplant. Ursprünglich hoffte man mit einem reinen Neubau eines Umkleidegebäudes auszukommen, doch das hätte nach den Vorschriften nicht ausgereicht, erläuterte die Stadt. Für Heim- wie für Gastmannschaften seien Räume nötig, weshalb man sich letztlich für Erhalt und Sanierung des alten Gebäudes sowie den neuen Anbau entschied. Das soll zusammen 376 000 Euro kosten. Im vergangenen Frühjahr erfolgten dann Abstimmungen mit den Vereinen, die großes Interesse bekundeten.

Die aktuelle Maßnahme befindet sich nun in der Vergabephase. Durch die Möglichkeit eines vorzeitigen Baubeginns konnte auch schon ein Auftrag vergeben werden. Der tatsächliche Baubeginn soll im Januar 2021 sein. (Thomas Thiele)

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