Stadion komplett gesperrt: Neue Laufbahn in Rot

Zum Auftakt Abbruch: Zunächst wird die alte Entwässerungsanlage freigelegt und herausgebaggert, dann wird sie komplett erneuert, ebenso wie später die Laufbahn, die eine neue Verschleißschicht erhält. Markus Blachnik (links) aus Hofgeismar, Gebietsleiter der Fachfirma, leitet die Arbeiten. Foto: Thiele

Hofgeismar. Das Angerstadion in Hofgeismar ist für die nächsten sechs bis sieben Wochen für jeglichen Sportbetrieb gesperrt.

Die Mannschaften weichen zum Training und zum Spiel auf den benachbarten Sportplatz der GHS und auf den Jahnsportplatz an der alten B 83 aus. Grund sind Sicherheitsbedenken, weil im Stadion Bauarbeiten stattfinden.

Die 400 Meter lange Laufbahn des zum Hessentag 1978 fertiggestellten Stadions ist nach fast 40 Jahren abgenutzt. Sie lässt sich nicht mehr reparieren und muss erneuert werden. Das Granulat der Laufbahn wird wie bisher seine natürliche rote Farbe haben, nachdem ursprünglich angekündigt war, dass es eine Laufbahn mit blauer Farbe geben sollte, damit Hofgeismar ein Alleinstellungsmerkmal wie das Berliner Olympiastadion hätte.

Blaue Farbe zu teuer

Doch im Zuge der Ausschreibung ergab sich, dass allein das Einfärben in Blau ohne sonstige technische oder sportliche Vorteile Mehrkosten von 35 000 Euro (in einem anderen Angebot von 25 000 Euro) verursacht hätte, die der Magistrat mit Rücksicht auf die Steuerzahler nicht ausgeben wollte, wie Reinhard Rudolph vom Bauamt erläutert. Wie aus anderer Quelle zu erfahren war, hatte eine Anfrage an die Vereine, sich an den Mehrkosten zu beteiligen, keinen Erfolg. Die Vereine hatten sich nach der vom früheren Bürgermeister Heinrich Sattler angekündigten blauen Bahn schon auf ein Alleinstellungsmerkmal im Hofgeismarer Stadion gefreut. Der Magistrat hatte fraktionsübergreifend den Auftrag für die rote Bahn erteilt. Das gesamte Projekt kostet nun 178 000 Euro.

Falls das Wetter optimal bleibt, sprich trocken, dann sollen die Arbeiten Ende September, Anfang Oktober beendet sein. Bis dahin nutzen die Sportler die beiden Ausweichplätze, wobei die TSG-Fußballer den Gesamtschulsportplatz in eigener Regie vermessen und markiert haben. „Das ist nicht selbstverständlich und das hat uns schon viel geholfen“, lobte Rudolph. Während die alte Bahn fast 40 Jahre gehalten hat, wird für die neue eine Haltbarkeit von mehr als 20 Jahren angegeben. Grund ist nach Angaben von Markus Blachnik, dass die EU-Verordnungen manche Zusatzstoffe nicht mehr zulassen, die früher halfen, die Haltbarkeit zu verbessern.

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