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Stadtjugendarbeit startet durch: Mehr Angebote für Mädchen

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Von: Thomas Thiele

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Volltreffer im Blick: Beim Billard spielt jeweils nur eine Person, aber symbolisch zielen hier im Jugendtreff Living Room in der Altstadt gemeinsam (von links): Bürgermeister Torben Busse, Hauptamtsleiter Chris Dworak, Schulsozialarbeiter Timo Fuhlmann (mit Sohn Martin), Erzieher Tobias Schnürer und Sozialarbeiterin Janina Filippi.
Volltreffer im Blick: Beim Billard spielt jeweils nur eine Person, aber symbolisch zielen hier im Jugendtreff Living Room in der Altstadt gemeinsam (von links): Bürgermeister Torben Busse, Hauptamtsleiter Chris Dworak, Schulsozialarbeiter Timo Fuhlmann (mit Sohn Martin), Erzieher Tobias Schnürer und Sozialarbeiterin Janina Filippi. © Thomas Thiele

Die Stadt Hofgeismar baut ihre Jugendarbeit weiter aus. Sie will vor allem die Angebote für Mädchen verbessern.

Hofgeismar – Die Stadt Hofgeismar baut ihre Jugendarbeit weiter aus. Die ergänzend zum Evangelischen Jugendzentrum entwickelte aufsuchende städtische Jugendarbeit, die im Living Room an der Apothekenstraße längst einen festen Anlaufpunk gefunden hat, wird jetzt durch Janina Filippi personell verstärkt. Sie will vor allem die Angebote für Mädchen verbessern.

Bürgermeister Torben Busse und Hauptamtsleiter Chris Dworak stellten gemeinsam mit dem Leiterteam der Stadtjugendarbeit die Weiterentwicklung des Konzeptes vor, das sich an die Ansprüche der schnell wechselnden Generationen der Zehn-- bis 21-jährigen Jugendlichen anpasse. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Logo-Schriftzug „Pro Jugend“ überarbeitet und als „Stadtjugendarbeit Hofgeismar“ konkreter formuliert.

Angebote für Mädchen sollen verbessert werden: Bisher waren überwiegend Männer Ansprechpartner

So soll das Angebot für Mädchen weiter ausgebaut werden, die zuletzt etwas vernachlässigt wurden, was aber nun mit Janina Filippi besser möglich werde, weil es bisher vor allem Männer als Ansprechpartner gab. So gibt es nun einen Mädchentreff für Zehn- bis 14-Jährige, auch als Streetwork, weil nicht alle Jugendlichen über das Jugendzentrum zu erreichen seien.

In der Corona-Phase habe man mehr Zeit gehabt, über die Konzepte nachzudenken, erläutert Stadtjugendarbeitsleiter Tobias Schnürer.

Früher, so verdeutlichte Bürgermeister Torben Busse, habe es mitunter eine Konkurrenzsituation zwischen der kirchlichen und der städtischen Jugendarbeit gegeben, doch sie sei immer enger verzahnt worden und sie ergänzten sich nun sehr gut.

Die Stadtjugendarbeit besteht aus fünf Hauptbereichen: Die offene Jugendarbeit im Living Room (Apothekenstraße) mit drei Treffen pro Woche im offenen Bereich für alle ab zehn Jahren mit Freizeitbeschäftigungen wie im Jugendzentrum (Am Mühlentor, wo die Stadtjugendarbeit auch ihr Büro hat).

Jugendarbeit in Hofgeismar: Kooperation mit dem JuZ

Es gibt eine bewährte Kooperation mit dem JuZ bei den Ferienspielen (diesmal vom 25. Juli bis 5. August). Es gibt Konzertfahrten, Städtetrips und Kleinfreizeiten. Für 5. Klassen beispielsweise werden Workshops angeboten etwa zur Mediennutzung (Umgang mit Smartphones, Bildrechte und Ähnliches).

Es gibt Präventivworkshops etwa zur Drogenprävention, und zur Sexualpädagogik. Bei projektorientierter Arbeit werden gemeinsam Vorhaben umgesetzt wie etwa Graffitis (Wandgemälde) oder die Planung einer Mountainbikestrecke, was Einblicke in die Kommunalpolitik erlaubt.

Der letzte Bereich ist die Netzwerkbildung und enge Kooperation mit anderen Einrichtungen und Angeboten wie etwa dem Quartier am Markt, dem Jugendzentrum und der Kirche, der Drogenhilfe und anderen.

Verstärkt werden jetzt die speziell auf Mädchen und Jungen zugeschnittenen Angebote. Durch die Verzahnung von Jugendzentrum und Stadtjugendarbeit gebe es für jeden Jugendlichen in der Stadt Möglichkeiten, etwas für sich zu finden.

Enge Zusammenarbeit mit den Schulen

Der Grundschulsozialarbeiter Timo Fuhlmann, der bereits seit 2008 dabei ist und vorher schon als Teamer bei den JuZ-Ferienspielen reichlich Erfahrungen sammelte, nennt die kurzen Wege in der Stadt als großen Vorteil.

Er selbst kennt alle Schulen und sieht viele Anknüpfungspunkte, um den Kindern und Jugendlichen das Passende anzubieten. Bei Fuhlmann, so unterstrich auch der Bürgermeister, finde sich die Kooperation in einer Person, weil er in seiner Tätigkeit Stadtjugendarbeit, Schulsozialarbeit und Jugendzentrum miteinander verbinde.

Der Kindertreff im Juz beispielsweise, eine Schülerbetreuung am Mittwoch- und Freitagnachmittag, sei in ihrem Konzept bundesweit wohl einmalig. Sie bedeute für viele Schulkinder „ein zweites Zuhause“. Auch die superenge Kooperation mit der Kirche sei einmalig. In anderen Städten machten sie sich oft noch Konkurrenz. (Thomas Thiele)

Der Jugendtreff

Der Jugendtreff im Living Room in Hofgeismar, Apothekenstraße/ Ecke Entengasse, ist geöffnet Dienstag und Mittwoch 15 bis 20 Uhr und Freitag 15 bis 21 Uhr. Kontakt über das Büro: Stadtjugendarbeit, Mühlentor 1, 0 5671 / 5070522, Email jugendarbeit@stadt-hofgeismar. Offene Sprechstunde: dienstag und donnerstag von 10 bis 14.30 Uhr (Mühlentor). 

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