Stiftung baut Wohnheim für psychisch Erkrankte

Baustart: Der kaufmännische Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel, Michael Konzelmann, vor dem Bauschild für den Wohnheim-Neubau. Foto:  Henke

Hofgeismar. Das Petriviertel in Hofgeismar, der Kern der Altstadt, soll wiederbelebt werden. Ein Projekt, das die Neubelebung in Gang setzen soll, ist jetzt gestartet.

Ein neues Wohnheim für psychisch erkrankte Menschen entsteht an der Petristraße 5.

Doch vor dem Baubeginn steht erst einmal der Abriss des ehemaligen Wohnhauses des Grünen Warenhauses. Der hat vergangenen Freitag begonnen. Sobald das alte Gebäude abgetragen ist, soll mit dem Neubau des Wohnheims begonnen. Bauherr ist die Kurhessen-Stiftung, die das Haus langfristig an die Baunataler Diakonie Kassel (bdks) vermieten will. Geschaffen werden 18 stationäre Wohnplätze und Raum für Tagesstruktur. Fertig gestellt sein soll das Wohnheit im Herbst nächsten Jahres. Zwei Millionen Euro will die Kurhessen-Stiftung investieren.

Anlässlich der Enthüllung des Bauschildes und des Baustarts sagte Michael Konzelmann, kaufmännischer Vorstand der Baunataler Diakonie, dass die Zustimmung der Stadt Hofgeismar für den Neubau „wahnsinnig schnell“ gekommen sei. Es zeige sich wieder einmal, dass die Stadt behinderten Menschen „sehr aufgeschlossen gegenübertritt“. Das sei ja auch der Grund, dass die bdks ihre Einrichtungen in Hofgeismar so erfolgreich betreiben könne. Für Bürgermeister Heinrich Sattler ist der Baustart zum Wohnheim etwas Besonderes. Nach 14 Jahren, in denen immer wieder auf unterschiedlichen Ebenen über die Entwicklung des Petriviertels diskutiert worden sei, „passiert nun endlich etwas - heute legen wir los.“

Dieses Projekt sei der Beginn zu etwas Neuem, das den Abwärtstrend in dem Petriviertel, das bis in die 1960er- Jahre hinein der Kernpunkt der alten Ackerbürgerstadt gewesen sei, zu stoppen. Es sei gut, dass die Baunataler Diakonie als verlässlicher Partner den Anfang mache. Privatleuten allein könne man die Sanierung des Viertels nicht zumuten. „Das muss die öffentliche Hand anschieben“, sagte Sattler. Für den zum Jahresende altersbedingt aus dem Amt scheidenden Bürgermeister kommt mit dem Aufbruch im Petriviertel „das Beste zum Schluss“. Auf seiner persönlichen Agenda sei die entwicklung des Petriviertels, das letzte, was noch übrig geblieben sei. (geh)

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