Strom-Tanken auch am Bahnhof Hofgeismar

Neue Stromtankstelle am Bahnhof Hofgeismar (von links): Thomas Glowisch (EAM/ENM), Bauamtsleiter Karl-Heinz Gerland, Projektierer Helmut Schmoll (ENM) , Holger Semmelroth (EAM), Thorsten Träger (Berufsschule Melsungen), Bürgermeister Markus Mannsbarth. Rechts ein Strom-Golf (150 km Reichweite), links ein Tesla Model S 85 mit 220 km/h Spitze und 450 km Reichweite. Foto: Thiele

Hofgeismar. Ab sofort können Fahrer von Elektro-Autos auch direkt in Hofgeismar ihre Fahrzeugbatterien wieder aufladen.

Nachdem die vor mehreren Monaten am Tierpark Sababurg aufgebaute Säule gut genutzt wird und vor allem an den Wochenenden fast dauernd belegt ist, wurde nun eine zweite am neuen Bahnhofsvorplatz in Hofgeismar aufgestellt. Dort können alle E-Cars kostenlos aufgetankt werden.

Die von der Energie-Netz-Mitte der EAM aufgestellte Säule könne ein wichtiger Standortfaktor nicht nur in touristischer Sicht sein, sagte Bürgermeister Markus Mannsbarth. Die gute Nutzung der Säule am Tierpark bestätige diesen Weg als richtig. Besitzer von E-Autos würden ihre Ausflüge von Ladestation zu Ladestation planen und damit gewinne die Stadt Hofgeismar neben dem Tierpark an Bedeutung, ergänzte Mannsbarth.

Auf der Elektrotankstellenkarte gebe es nämlich noch viele weiße Flecken. Hofgeismar wolle dabei sein und werde die Zahl der Stromzapfstellen wahrscheinlich noch ausweiten. Es soll auf dem Parkplatz am Bahnhof noch eine zweite Ladesäule installiert werden. Zudem sei die Aufstellung am neuen Bahnhofsgebäude, das über Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und LED-Beleuchtung verfügt, konsequent in Bezug auf den Einsatz neuer Techniken.

Die Zapfsäule kostete mit Installation, die die Energie Netz Mitte (ENM) der EAM ausführte, 12.000 Euro, wovon 90 Prozent als Zuschuss aus EKM-Mitteln (Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten) flossen. An jeder Säule können gleichzeitig zwei Autos aufgetankt werden. Derzeit wird der Strom kostenlos abgegeben, zur Inbetriebnahme ist eine Transponder-Karte nötig.

Zum Einweihungstermin waren Vertreter des Stromversorgers EAM mit einem Strom-Golf erschienen und Thorsten Träger von der Berufsschule Melsungen, wo die E-Mobil-Technik vermittelt wird, mit einem geliehenen stromgetriebenen Tesla-Sportwagen, der immerhin 220 Stundenkilometer fahren kann. Zudem hatte er für das Foto ein Miniaturauto dabei – es hat eine Ladeeinheit, aber keinen Motor und soll Neugier wecken.

Bei der Aufstellung wurde überlegt, die graue Säule durch farbliche Markierungen etwas auffälliger zu machen. Das Bediendisplay könnte auch für touristische Werbung genutzt werden. (tty)

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