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Tag der Tafeln: 735 Menschen beziehen hier regelmäßig Lebensmittel - mehr als ein Drittel sind Kinder

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Heinz Sagner und Lothar Spenner sammeln für die Hofgeismarer Tafel Lebensmittel in der Region ein.

260 Haushalte im Kreisteil versorgt die Tafel in Hofgeismar und Bad Karlshafen mit Lebensmitteln. Diese Zahl ist seit einigen Jahren einigermaßen stabil geblieben. Dennoch brauchen im Vergleich zu früher deutlich mehr Menschen diese Unterstützung.

In Hofgeismar ist die Zahl der Empfänger von 526 im Jahr 2011 auf 644 Personen gestiegen. Die Familien, die versorgt werden, sind größer geworden, erklärt Tafel-Koordinatorin Anke Schäfer diesen Anstieg.

Insgesamt geben die ehrenamtlichen Mitarbeiter an den beiden Standorten an 735 Menschen Lebensmittel aus. Darunter sind 285 Kinder. Eine Warteliste gibt es nicht mehr. Die musste die Einrichtung bis Mitte 2017 führen, weil seinerzeit nicht alle Bedürftigen versorgt werden konnten. Unter den Empfängern sind auch etwa 150 Geflüchtete, deren Asylantrag noch läuft.

Anlässlich des bundesweiten Tafel-Tags wollen die beiden Einrichtung über ihre Arbeit informieren. In Hofgeismar wird mit einer Ausstellung die Tafel-Arbeit dokumentiert. Knapp 70 ehrenamtliche Helfer versorgen die Kunden in den beiden Städten mit Lebensmitteln.

Empfänger sind oftmals auf staatliche Hilfe angeweisen

Die Empfänger sind Bezieher öffentlicher Leistungen wie Hartz IV oder Wohngeld, sagt Schäfer, die im Diakonischen Werk Region Kassel für die Tafel zuständig ist. Die Hofgeismarer Tafel arbeitet seit ihrer Gründung unter dem Dach des Diakonischen Werks.

Auch eine Reihe von Rentnern, die keine Unterstützung vom Staat bekommen, erhält Lebensmittel. Das sind zum Beispiel Menschen, die ein Häuschen besitzen, aber nur eine geringe Rente beziehen. Wegen ihres Besitzes erhalten sie kein Wohngeld, fallen aber laut Schäfer unter die Altersarmut.

Im zweiwöchigen Rhythmus können sich die Menschen die Lebensmittel in den Ausgabestellen in den beiden Städten abholen. Soweit möglich, versuchen die Helfer dabei, auf die Wünsche ihrer Kunden einzugehen, sagt Anke Schäfer. Dabei seien in der Ausgabe viel Erfahrung und Verständnis notwendig.

Offene Tür in Bad Karlshafen und Hofgeismar

Die Tafeln in Bad Karlshafen und Hofgeismar laden zum Tag der offenen Tür ein. In Bad Karlshafen konnten sich die Besucher am heutigen Mittwoch bei Kaffee und Kuchen von 10 bis 12 Uhr in der evangelischen Kirche (Hafenplatz 15a) informieren. Die Hofgeismarer Tafel (Große Pfarrgasse 3) ist anlässlich des Tafel-Tags am Samstag, 28. September, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Auch dort gibt es für die Gäste neben den Informationen Kaffee, Kuchen und Waffeln. 

Tafel sucht Auto und Helfer

Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel sind mit den beiden Kühlfahrzeugen regelmäßig zwischen Scherfede und Kassel unterwegs, um Lebensmittel einzusammeln. Dabei ist einer der als „Glücksbringer“ beschrifteten Kleintransporter in die Jahre gekommen, sagt Anke Schäfer, die beim Diakonischen Werk die Tafel-Arbeit organisiert. Für dieses Auto braucht die Tafel einen Nachfolger. 

25 000 Kilometer im Jahr legen die Helfer zurück, um Märkte und Geschäfte anzufahren. Dort holen sie Waren ab, die nicht mehr verkauft werden, aber genießbar sind. Ohne diese Unterstützung könnte die Tafel nicht arbeiten, dankt Schäfer für diese Spenden. Für ihre Arbeit sucht die Tafel Helfer. Wer mitmachen will, wendet sich an Anke Schäfer (Große Pfarrgasse 1 in Hofgeismar, Tel. 05671/920 822).

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