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Tierische Helfer an der Sababurg im Einsatz

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Von: Tanja Temme

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Landwirt Gerhard Döring hält eine Kuh der Rasse Rätisches Grauvieh.
Rätisches Grauvieh half bei der Feldarbeit: Gerhard Döring aus Weißenborn hatte ein zwei Wochen altes Kälbchen mit dabei. Nora und Sjors (links) aus den Niederlanden wollten das junge Rind gern streicheln. © Tanja Temme

Die Organisatoren des Frühlingsfestes im Tierpark haben am Konzept der Marktmeile gefeilt. Nach zwei Jahren Coronapause wurde das Fest wieder gefeiert.

Sababurg – „Eigentlich hatten wir die Veränderung schon länger im Sinn“, sagte Organisatorin Renate Hoffmann. Waren die Stände bislang an der Hauptallee und dem Weg zum Bauernhof aufgebaut, konnten die Gäste nun auch auf der „Alpaka-Allee“ Pflanzen für das Frühjahrsbeet, selbstgefertigten Schmuck und Likör finden.

Wegen der Coronapandemie mussten einige der altbekannten Aussteller ihr Gewerbe aufgeben, berichtete die Tierpark-Pädagogin Hoffmann. Dennoch kamen fast 50 Standbetreiber zum Frühlingsfest am Wochenende. Einige waren zum ersten Mal dabei. Zum Beispiel Johannes Pamme aus Höxter, der Wildpflanzen und deren Saatgut im Angebot hat. Dass Wildpflanzen immer weniger in der Natur werden und welchen Stellenwert sie für den Erhalt der biologischen Vielfalt haben, erläuterte der Höxteraner seinen Zuhörern. Zwischen dekorativen Hinguckern wie Malven, Wegwarten oder Margeriten waren Kräuter wie Salbei und Oregano finden. „Es ist für viele Insekten ein Unterschied, ob eine Pflanze aus Bayern oder Norddeutschland stammt“, erklärte Pamme die Bedeutung regionaler Gewächse.

Johannes Pamme aus Höxter an seinem Stand mit Wildpflanzen beim Frühlingsfest im Tierpark Sababurg.
Johannes Pamme (Höxter) bietet Wildpflanzen und Saatgut an. Olga Krappzick ließ sich von ihm beraten. © Tanja Temme

Neben Gartengrün, Dekorationsartikeln und vielen Leckereien gab es ein buntes Unterhaltungsprogramm. Dabei setzten die Organisatoren auf Bewährtes: Wie schon in den früheren Jahren war Ludwig Bär mit seinem Ziegengespann dabei. Dass die Fahrten durch den Park nicht der Vogelsberger, sondern seine tierischen Mitarbeiter bestimmten, konnte man immer wieder beobachten: „Sie sind genauso stur wie ich. Und wenn sie nicht wollen, dann muss ich eine Pause einlegen“, sagte Bär.

Gut kam die fleißige „Feldarbeiterin“ Betty mit ihrem zwei Wochen alten Kalb Bibi an. Gerhard Döring zeigte mit dem Rätischen Grauvieh, wie früher Feldarbeit vonstatten ging. „Auch bei uns zu Hause kommen die Tiere bei der Feldarbeit gelegentlich zum Einsatz“, sagte der Landwirt aus Weißenborn.

Eine Schäferin zeigte den Besuchern, wie man mit einem Border-Collie eine Herde Schafe hütet. (Tanja Temme)

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