Dudelsackklang anstatt O Tannenbaum

Rund 8000 Besucher beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Tierpark Sababurg

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Gut an kam die Mittelalterband Tarranis, die nicht nur super spielen, sondern auch für Unterhaltung zwischen den Stücken sorgten. 

Nachdem das Mittelalter-Spectaculum sich im Tierpark Sababurg zu einem Erfolgsschlager entwickelt hatte, wurde auch dem Weihnachtsmarkt im Mauerpark ein ähnliches Konzept verpasst.

Fast 15 Jahre ist es nun her, dass die adventliche Veranstaltung mittelalterlich aufgezogen wird – eine Idee die noch immer ankommt, lockte das Programm doch Tausende am Wochenende nach Sababurg.

Während vielerorts „O Tannenbaum“ oder „Leise rieselt der Schnee“ über die Marktmeilen tönt, sind es hier die Klänge von Dudelsäcken, dumpfe Paukenschläge kombiniert mit den zarten Lauten von Flöten, die die Akustik bestimmen. Für den rhythmisch-lauten Sound sind „Tarranis“, die sich passenderweise „Die Spielleute des Donners“ nennen und die Formation „Unvermeydbar“ aus Hofgeismar zuständig.

Markt erstreckt sich über den ganzen Tierpark 

Da sich der Markt über ein großes Areal erstreckt, den gesamten Eingangsbereich bis zum Kleintierzoo einnimmt, gibt es auch ruhigere Bereiche. Etwa jenen am Rand, wo sich Ehepaar Göring mit seinen zwei zahmen Bullen niedergelassen hat. „Ich muss schauen, dass meine Tiere nicht zu viel Stress haben, deshalb ziehen wir nicht dauernd durch die Menge“, erklärte der Halter beim Pausieren.

Auch der kleine Erik traute sich hoch zum Nikolaus auf die Leiter.

Nikolaus besuchte den Tierpark

Während die einen sich ausruhten, machten andere dafür weiter: So etwa Marbun der Gaukler, der mit lustigen Sprüchen für gut gelaunte Zuschauer sorgte und diese mit Jonglage und Zaubertricks zum Staunen brachte. Wer den Nikolaus erleben wollte, musste sich zu ihm auf die Leiter trauen, war dieser doch mindestens drei Meter groß und somit für die jungen Besucher nur so erreichbar.

 „Ich habe ihm gesagt, wie ich heiße und was ich mir vom Weihnachtsmann wünsche“, gab der kleine Erik aus Hofgeismar preis, nachdem er mit dem großen Mann in Rot gesprochen hatte. Gut an kam bei den Kindern auch ein Streichelzoo, wo ein Alpaka, ein Lama und zwei Ponys sich zum Kraulen zur Verfügung stellten.

Weihnachtsmarkt im Tierpark bot 40 Stände

Zum Bummeln luden 40 Stände ein, an denen es von feiner Keramik bis zur Seife, von Fellen bis zu Gewürzen oder vom Obstbrand bis zum Met vieles zu erkunden gab. Wer ein besonderes Weihnachtsgeschenk suche, sollte diesen Markt nicht verpassen, denn hier gebe es stets Dinge, die man woanders nicht so leicht finde, meinte eine Besucherin, während sie sich an einer der Feuerstellen wärmte. 

Da die Veranstaltung rund 8000 Besucher angezogen hat, will Tierparkverwalter Karl Görnhardt auch kommendes Jahr am Konzept festhalten: „Im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern sind wir die einzigen, die einen solchen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt veranstalten – und die Besucherzahlen zeigen uns, dass wir das so fortführen sollten.“  

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