Trachtengruppen stimmten auf Hessentag ein

Schwungvoll: Die Volkstanzgruppe Besse führte „Hans im Glück“ auf. Foto: G. Hoffmann

Hofgeismar. Es war quasi die „öffentliche Hauptprobe für den Hessentag": Beim Hessenabend fanden sich Trachtengruppen aus ganz Hessen in Hofgeismar ein, um bei Musik, Tanz, Spiel und Gesang auf die kommende Veranstaltung einzustimmen.

Unter dem Motto „Es war einmal - Märchen und Sagen aus dem Hessenland“ führten acht verschiedene Gemeinschaften, die zur Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege e.V. gehören, die unterschiedlichsten Tänze auf. Diese bestanden zum Teil aus reinen Tanzdarbietungen, wie etwa die Tänze bei Hofe der Folkloregruppe Hofgeismar (Goldene Sechser).

Aber es gab auch gespielte, gesungene und getanzte Märchen wie „Hans im Glück“ von der Volkstanzgruppe Besse, dem Streifzug durch die Märchenwelt der Bezirkstanzgruppe des HVT-Bezirks West oder Rotkäppchen mit den Schwälmer Volkstanzgruppen aus Loshausen, Röllshausen und Schrecksbach. Das Märchen Rapunzel wurde von der Trachten- und Volkstanzgruppe Großseelheim sogar auf Platt vorgetragen.

Ganz dem Brauchtum verschrieben hatte sich die Trachtengruppe Laisa mit der gelebten Sage des Rückersfestes und der Versteigerung der ledigen Frauen des Dorfes. Diese findet auch heute noch alle sieben Jahre statt. Auch das Wirtshaus im Spessart der Bezirkstanzgruppe des HVT-Bezirks Süd widmete sich einer dem Publikum wohlbekannten Geschichte.

Die Moderatoren des Abends, Klaus Ripper und Kathrin Wallon, führten charmant durch das Programm und blieben dabei der Vorstellung treu, der Hessenabend sei die Hauptprobe des Hessentages.

So wurde dann auch ein Herr aus der ersten Reihe auf die Bühne gebeten, „um mal eben den Bürgermeister Hofgeismars zu spielen“. „Ich tue mal so als ob“, konterte Markus Mannsbarth, Hofgeismars Bürgermeister, und begrüßte alle Anwesenden zum „Soft-Opening des Hessentages“ - also zu einer inoffiziellen Eröffnung.

Das Publikum belohnte alle Darbietungen mit Applaus, bestaunte die schönen Trachten der Teilnehmer und ließ sich auch nicht lange bitten, bei bekannten Liedern einzustimmen. Passend zur Dornröschenstadt Hofgeismar sangen viele das Kinderlied „Dornröschen war ein schönes Kind“ mit.

Die Einleitung sowie der Ausklang des Abends wurden von der Trachtenkapelle Elters übernommen. Bevor alle Mitwirkenden sowie das Publikum das Hessenlied sangen, sprach der HVT-Landesvorsitzende, Torsten Frischkorn, die Abschlussworte. Er rief noch einmal das Motto des HVT ins Gedächtnis: „Altes erhalten - Neues gestalten.“ (zgi)

Hessenabend in Hofgeismar

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