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Album der 70er-Jahre von Hofgeismarer Musiker ist wieder Sammlerstück

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Von: Thomas Thiele

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Gefragtes Vinyl: Musiker Lothar Jahn hat angelehnt an seine 70er-Jahre-Single „Dreams of 75“ neben der CD nun auch eine Schallplatte veröffentlicht, gepresst in schwarzem und mehrfarbigem Material.
Gefragtes Vinyl: Musiker Lothar Jahn hat angelehnt an seine 70er-Jahre-Single „Dreams of 75“ neben der CD nun auch eine Schallplatte veröffentlicht, gepresst in schwarzem und mehrfarbigem Material. © Thomas Thiele

Die Doppel-CD des Hofgeismarer Musikers Lothar Jahn ist nun auch als Vinylpressung erschienen. Sie wurde lang erwartet.

Sie war im Sommer nach einer ungewöhnlichen Wiederentdeckungsgeschichte herausgekommen und wurde lang erwartet von der wieder rapide steigenden Zahl von Schallplattenfans.

Auf dem Album „Dreams of 75“ spielt Lothar Jahn ganz wie sein großes Vorbild Mike Oldfield so gut wie alle Instrumente selbst, er versucht dabei, den Sound seiner Jugend in den 70er-Jahren lebendig werden zu lassen. „Natürlich aus einer heutigen, gereiften Perspektive heraus“, sagt Lothar Jahn, der sich einen Namen als Kulturmanager, Liedermacher und Musikspezialist gemacht hat.

Der Doktor der Musikwissenschaft und Organisator von mittelalterlichen Musikfestivals kam, wie berichtet, zu dem Album „wie die Jungfrau zum Kind“: Ein Sammler von Vinylplatten hatte in Barcelona auf einem Flohmarkt eine Single von Jahn aus den 70er-Jahren entdeckt und ihn anschließend dazu überredet, aus dem musikalischen Material von damals ein Album von heute zu machen.

Er stellte den Kontakt zur amerikanischen Plattenfirma Lion Productions in Illinois her, die nicht nur die Doppel-CD herausbrachte, sondern nun auch ganz stilecht ein Vinylalbum. Auf Bitte der Plattenfirma findet sich auf der hochwertig produzierten Schallplatte auch ein Bonus-Track: Eine neue Version der „Merseburger Zaubersprüche“, die in den Siebzigern von der Folkrockband Ougenweide vertont wurde.

Lothar Jahn spielte fast alle Instrumente

Jahn spielt dabei alle Instrumente bis auf die Percussion, die Ougenweide-Frontman Olaf Casalich persönlich spielt. Casalich singt auch gemeinsam mit Dagmar Jahn das Stück. Zusätzlich zur Vinylfassung mit achtseitigen Hintergrundinfos auf schwarzem Vinyl gibt es auch eine limitierte Version in „SWIRL“-Fassung, bei der durchsichtiges und leicht eingefärbtes Vinyl für eine psychedelische Optik sorgt: Diese Version erscheint in einer handschriftlich durchnumerierten Auflage in 150 Exemplaren für Sammler und ist bei verschiedenen Anbietern zum Preis von etwa 50 Euro erhältlich. Noch teurer wird inzwischen Jahns Originalsingle „February 1975“ gehandelt, die nur noch antiquarisch für Preise um 100 Euro verfügbar ist.

Die CD-Fassung von Jahns Album, das auf dieser Single fußt, wurde in der Musikfachpresse bereits hoch gelobt: „leichtfüßig und verspielt“ (Sonic Seducer), „eine interessante Erkundung im Oldfield-Kosmos“ (Eclipsed), „helle und klar flimmernde Melodien“ (Saitenkult), „spannend-skurril“ (Good Times), „spannend und fesselnd“ (Hooked on Music), „a musical testament to youth“ (Progressive Rock Fanatics), „eine gewagte Mischung voller Erinnerungen und Träume“ (Musik Reviews). (Thomas Thiele)

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