14 Helfer aus Hofgeismar nach Einsatz zurück

Trinkwasser für Flutgebiet: THW berichtet von Dankbarkeit der Betroffenen

Kanzlerin Angela Merkel im Hochwassergebiet
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Fahrzeug aus Hofgeismar im Einsatz: Bei diesem Merkel-besuch in Rheinland -Pfalz ist hinten (Mitte) ein Lkw der hiesigen Helfer zu sehen.

Erschöpft, aber mit dem Gefühl und Wissen, wichtige Hilfe geleistet zu haben, sind 14 Helfer des Technischen Hilfswerks Hofgeismar von ihrem Einsatz im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz zurückgekehrt.

Hofgeismar - Das Hofgeismarer THW war in zwei Gruppen elf Tage lang im Einsatz. Am Tag nach den verheerenden Überflutungen hatte das Innenministerium zahlreiche Gruppen der Bundesanstalt THW in die Katastrophengebiete beordert. Die Hofgeismarer fuhren am Freitagnachmittag, 16. Juli, los, trafen am Samstag am Nürburgring als zentralem Helfer-Sammelplatz ein und fuhren dann nach Schuld, einem der am schwersten getroffenen Orte.

Die neun THW-Helfer aus Hofgeismar hatten den Auftrag, eine Stromversorgung aufzubauen und damit die Trinkwasseraufbereitungsanlage einer THW-Gruppe aus Wörrstadt (bei Worms) zu unterstützen. Sie nahmen dafür einen Generator mit 100 Kilovoltampere Leistung (umgerechnet 136 PS) in Betrieb, berichtet Nicolai Bonnet als Gruppenführer der Elektroversorgung.

Kurz darauf bekamen sie zudem die Betreuung von zwölf weiteren Aggregaten aufgetragen, die ein Unternehmen im Ort verteilt aufstellte. Mit der Hofgeismarer Hilfe konnten so nicht nur viele Menschen und eine Hotelküche mit Strom versorgt werden, sondern vor allem mit Trinkwasser. Das wurde in großen Mengen aus der Ahr gepumpt, untersucht und aufbereitet.

Zu den neun Helfern aus Hofgeismar stieß kurz darauf noch ein Zehnter, nach einer Woche reisten fünf nach Hause. Vier Tage später wurden die übrigen fünf durch vier andere abgelöst. „Wir haben keine traumatischen Erlebnisse gehabt, wir waren an einem Standort konkret beschäftigt“, berichtet Bonnet. Kritik an den Helfern hätten sie nicht gehört, vielmehr große Dankbarkeit für Strom und Wasser. Vergangene Woche kehrten alle zurück. Nachdem sie ihr Fahrzeug gereinigt und aufgefüllt hatten, können sie sich wieder einsatzbereit melden – und stehen für den nächsten Hilfseinsatz bereit. (Thomas Thiele)

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