Brandschützer setzen Drohne ein

Unterstützung aus der Luft für die Feuerwehr Hofgeismar

Fluglehrer Bernd Schmidt und Feuerwehrmann Johannes Brinkopp-Rode zeigen die Drohne der Feuerwehr Hofgeismar.
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Mit dem neuen Fluggerät: Fluglehrer und Feuerwehrmann Bernd Schmidt hält das Steuergerät. Feuerwehrmann Johannes Brinkopp-Rode kann die Drohne im Einsatz ebenfalls fliegen.

Die neue Drohne verschafft der Feuerwehr Hofgeismar einen Überblick über ihren Einsatzort. Sie hilft, vermisste Menschen zu finden oder liefert Informationen bei Unwettern.

Hofgeismar – Mit dem neuen Fluggeräte könne die Wehr Einsätze einfacher und effizienter abwickeln, hieß es bei der Vorstellung. 8500 Euro hat dieses Universalwerkzeug gekostet. Die Feuerwehr wurde beim Kauf von verschiedenen Seiten unterstützt. Eine Drohne sei deutlich kostengünstiger und einfacher als die Anforderung eines Hubschraubers, erklärte der stellvertretende Hofgeismarer Wehrführer Björn Weiße.

Die Drohne werde auch anderen Feuerwehren zur Verfügung stehen, sagte Weiße. Sie kann künftig mitsamt Bedienermannschaft angefordert werden. Zunächst müssen aber vier Wehrleute vollständig ausgebildet sein. Auch die Caldener Wehr verfügt über eine Drohne, die dort noch zu Testzwecken im Einsatz ist. Die Caldener und die Hofgeismarer Wehr sind die Einzigen, die in Stadt und im nördlichen Teil des Kreises Kassel darüber verfügen.

Umfangreiche Schulung notwendig

Damit das Gerät sicher bedient werden kann, ist eine umfangreiche Schulung notwendig. Dafür lässt die Hofgeismarer Wehr acht Mitglieder ausbilden. In etwa 80 Schulungsstunden werden sie auf ihre neue Aufgabe vorbereitet, sagt Fluglehrer Bernd Schmidt. Die Wehr legt Wert darauf, dass bei einer Alarmierung die Wehrleute die Drohne richtig bedienen können, ergänzt er. Er ist selbst Mitglied der Hofgeismarer Wehr.

Der stellvertretende Wehrführer Björn Weiße.

Seit Frühjahr läuft diese Ausbildung. Die Flugstunden wurden ganz praktisch genutzt: Die Wehrleute steuerten die Drohne über Wiesen, die gemäht werden sollten – auf der Suche nach Rehkitzen. Dieser Einsatz war erfolgreich: Zwölf Kitze konnten so vor den Mähwerken gerettet werden, berichtete Schmidt.

Keine Standardausstattung

Drohnen gehören laut Björn Weiße nicht zur Standardausstattung, weil sie „ein Hilfsmittel und kein besonderes Rettungsgerät“ sind. Deshalb müssten Wehren oder die Kommunen den Kauf selber finanzieren. (Bernd Schünemann)

Mit Lautsprecher und Scheinwerfer

Die Drohne wird mit dem Einsatzleitwagen transportiert. Sie ist nach 45 Sekunden flugbereit, erklärte Fluglehrer Bernd Schmidt. Die Bilder werden auf einen Monitor in dem Fahrzeug übertragen, wo sich die Feuerwehrführung ein Bild der jeweiligen Lage machen kann. Mit einer Akkuladung kann das Gerät 35 Minuten fliegen. Zur Ausrüstung gehören drei weitere Akkus, ein Lautsprecher, ein kleiner Scheinwerfer sowie eine Wärmebildkamera.

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