Verein übernimmt alten Hofgeismarer Bahnhof

Wollen gemeinsam die neue Nutzung des alten Bahnhofs betreiben: (von links) Bürgermeister Heinrich Sattler, Vereinsvorsitzender Wolfgang Werner und Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis, Peter Nissen. Foto:  Henke

Hofgeismar. Seit Jahren bemüht sich die Stadt Hofgeismar um eine Nutzung des schon lange leerstehenden alten Bahnhofsgebäudes. Jetzt wähnt man sich endlich am Ziel.

Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. will das Gebäude kaufen und darin ein ambulantes Therapiezentrum einrichten.

Der Verein hat seinen Sitz an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar. Weil sich das Aufgabenfeld im vergangenen Jahr auch durch die Einführung des inklusiven Unterrichts sehr erweitert habe, „brauchen wir heute einfach mehr Platz“, sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Werner, der auch Direktor der Käthe-Kollwitz-Schule ist. Inzwischen habe man 105 Beschäftigte, die sich als Therapeuten, Krankengymnasten, Erzieher, Hausmeister und Busfahrer um behinderte Kinder und Jugendliche kümmern. Der Verein unterhält einen Fuhrpark von 34 Fahrzeugen. Zunächst sei eigentlich ein Neubau geplant gewesen, sagt Werner. In Gesprächen mit der Stadt sei man dann auf den alten Bahnhof aufmerksam gemacht worden. „Größe, Lage und Verkehrsanbindung sind für unsere Zwecke ideal“, sagt Werner.

Für Bürgermeister Heinrich Sattler werden mit der Zusage des Vereins „schon in der Vorweihnachtszeit Wünsche wahr“. Bislang habe es viele Ideen gegeben, was mit dem alten Bahnhof zu machen sei, aber realistische Finanzierungsmöglichkeiten seien nirgendwo erkennbar geworden. Das sei bei dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte anders. „Hier finden wir seriöse Planung, fundierte Finanzierung und nachhaltige Nutzung vor“, sagt Sattler.

Das sieht auch Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises, so. „Der Landkreis unterstützt dieses Projekt“, sagt Nissen und werde sich um die Förderung bemühen. Denn der Ausbau hat seinen Preis: Wolfgang Werner rechnet mit Kosten von bis zu 1,8 Millionen Euro. (geh)

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