Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Kriegswaffen-Vorwurf wiegt schwerer: Verfahren gegen Künstler eingestellt

Hofgeismar. Das Verfahren gegen den Hombresser Künstler Artur Klose vor dem Hofgeismarer Amtsgericht ist am Donnerstag kurzfristig vorläufig eingestellt worden.

Klose wurde wegen seiner Internetseite www.kanacken-sind-untermenschen.de Volksverhetzung vorgeworfen. 

Grund für die vorläufige Einstellung ist ein anderer Vorwurf gegen den Künstler. Am 30. Mai hatte ein Sondereinsatzkommando der Polizei sein Haus durchsucht und Klose vorübergehend festgenommen. Auslöser war ein Foto im sozialen Netzwerk Facebook, das ihn mit einem Sturmgewehr zeigt. Seitdem wird gegen Klose wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetzes ermittelt. Er selbst bestreitet, dass die Waffe funktionsfähig sei. Weil ihm im Falle einer Verurteilung dafür eine höhere Strafe droht als bei einem Urteil wegen Volksverhetzung, stellte das Gericht das Verfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft vorläufig ein. Diese Möglichkeit eröffnet Paragraf 154 des Strafgesetzbuches.

Klose gab an, nicht von der Einstellung gewusst zu haben. Er stand vor dem Hofgeismarer Amtsgericht Pressevertretern Rede und Antwort. „Was man mit mir macht, ist menschenverachtend“, sagte er. Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wies darauf hin, dass das Verfahren wieder aufgenommen werden muss, sollte Klose wegen der anderen Vorwürfe nicht verurteilt werden. 

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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