Strengere Vorgaben

Verfügung des Landkreises Kassel: Handel muss für Abstand sorgen

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Hinweis an die Kunden: Dieser Aufsteller im Einkaufsmarkt Super 2000 in Hofgeismar appelliert an Kunden, Abstand zu halten.

Wegen der Coronakrise haben bereits zahlreiche Geschäfte schließen müssen. Nun gibt es für die Verkaufsstellen und Dienstleister, die noch geöffnet sein dürfen, strengere Vorgaben.

Eine entsprechende Verfügung hat der Landkreis Kassel erlassen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:

Um welche Geschäfte und Einrichtungen geht es?

Die strengeren Vorgaben betreffen Lebensmittelhandel, Futtermittelhandel, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Banken und Sparkassen, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Poststellen, Waschsalons, Tankstellen, Reinigungen, Friseure, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Großhandel.

Was muss beachtet werden?

Der Landkreis nennt folgende Punkte, die von Betreibern beachtet werden müssen:

  • Die Betreiber sollen Gegenstände und Flächen, die berührt werden, regelmäßig gründlich reinigen und desinfizieren. Dazu zählen insbesondere Türklinken, Schiebegriffe, Bedienungsflächen und Theken. Das verwendete Desinfektionsmittel sollte mindestens begrenzt viruzid (virustötend) sein.
  • Der Zutritt muss so gesteuert werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen allen Personen jederzeit eingehalten wird.
  • Für die Mitarbeiter muss eine regelmäßige Händehygiene gewährleistet sein.
  • Der Bezahlvorgang soll möglichst kontaktarm sein.
  • Das Merkblatt „Virusinfektionen – Hygiene schützt!“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung muss aufgehängt werden. Dies soll im Eingangsbereich, gut sichtbar für den Publikumsverkehr, geschehen.

Ab wann gelten die Vorgaben?

Die Vorgaben gelten ab sofort überall im Landkreis. Sie laufen bis zum 19. April und sollen von den gemeindlichen Ordnungsbehörden überwacht werden, teilt der Landkreis mit.

Was ist der Hintergrund der Bestimmungen?

Nach dem Inhalt der Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus dürfen die oben genannten Einrichtungen grundsätzlich nur dann geöffnet werden, wenn Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen erfüllt werden. Nur solche Auflagen seien geeignet, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Mildere Auflagen seien wegen des Übertragungsweges über Tröpfchen und der spezifischen Eigenschaften des hoch infektiösen Erregers nicht gleichermaßen effektiv, heißt es vom Landkreis weiter.

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