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Viehmarkt in Hofgeismar endet mit Musik

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Von: Thomas Thiele

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Die Schürzenjäger spielten im Festzelt beim Hofgeismarer Viehmarkt.
Alpenrockfans: Mit sechs Musikern traten die Schürzenjäger in Hofgeismar auf. Alfred Eberharter sen. (links) war wieder gesund und an Bord. Viele Fans machten während des Konzertes Fotos und Videos mit dem Handy. © Thomas Thiele

Der 70. Hofgeismarer Viehmarkt ist zu Ende. Er bot an allen Tagen Musik im mitunter wegen Überfüllung gesperrten Zelt. Am vorletzten Tag spielten die Schürzenjäger.

Hofgeismar – „Sierra Madre“, der Superhit der Schürzenjäger, den Schlagersänger Ronny schon 1970 veröffentlicht hatte und der erst 1987 durch die modernen Volksmusikrocker aus dem Zillertal so richtig bekannt wurde, ist schon einige Jahre her. Doch die Fans halten ihnen die Treue.

Auch beim Hofgeismarer Viehmarkt, wo die Schürzenjäger als großes Event bei günstigerem Eintritt als sonst üblich angekündigt wurden. Dabei fanden sie beinahe mehr Interesse bei den angereisten Fanclubs (nahe des Festplatzes wurden zwei auswärtige Busse gesichtet) als bei den einheimischen Fans. Diese mussten offenbar nach drei Abenden Vollgas im Festzelt erstmal durchatmen und sich erholen für den gestrigen Freibier-Montagnachmittag, wie der Viehmarkt-Vorsitzende Michael Reiter anmerkte.

Nach Angaben des Festwirtes waren etwa 1500 Personen bei dem Schürzenjäger-Konzert im Zelt allerdings mit Abstand zueinander.

Schürzenjäger-Leadsänger Dominik Ofner an der Ziehharmonika.
Fingerfertig: Sänger Dominik Ofner beherrscht Gitarre und Ziehharmonika, auch Ziacha genannt. © Thomas Thiele

Bei einigen der Musiker der vor 50 Jahren gegründeten Band sind die Haare noch so lang wie in den rockigen 70ern, deren große Hits (Smoke on the Water, Knocking on heavens door, Summer of ‘69) sie gerne zwischen ihre volkstümlichen Hits einstreuen, gesungen meist von Rock-Röhre „Andy“ Andreas Marberger.

Leadsänger Dominik Ofner ist seit 2021 in der Band, die sich 2007 schon einmal aufgelöst hatte und später ohne den Zillertaler Zusatz wiedergründete. Rockend und jodelnd plauderte er bei den Titelansagen aus der Geschichte der eigentlich aus der traditionellen Musik kommenden Band, die in ihrem Repertoire Volksmusik, Pop und Rock vermischt und schon vor bis zu 100 000 Menschen spielte.

Die Musikfans hörten andächtig zu, sangen mit, einige tanzten auch. Natürlich durften auch in Hofgeismar der Zillertaler Hochzeitsmarsch und am Ende die Bergbauern-Idylle Sierra Madre nicht fehlen.

Nach drei Stunden Non-Stop-Musik verabschiedeten sich die Schürzenjäger dankbar von ihrem Publikum in Hofgeismar. (Thomas Thiele)

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