Keine Hamsterkäufe wie im Frühjahr

Andrang in Supermärkten im Kreisteil Hofgeismar kurz vor Weihnachten

Viele Autos  auf dem Parkplatz Rewe-Markt in Hofgeismar.
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Volle Parkplätze gab es kurz vor Heiligabend beim Rewe-Markt in Hofgeismar. Zu Lieferengpässen sowie Hamsterkäufen ist es laut Betreiber Sven Schäfer aber im Gegensatz zum Frühjahr nicht gekommen.

In den Lebensmittelgeschäften im Kreisteil Hofgeismar war in den letzten Tagen vor Weihnachten viel los. Engpässe bei den Lebensmitteln gab es dafür jedoch nicht, wie mehrere Betreiber berichteten.

Kreisteil Hofgeismar - „Der Andrang ist schon größer als sonst, aber das beobachten wir ja bereits im gesamten Jahr“, sagt beispielsweise Sven Schäfer, Betreiber des Rewe-Marktes in Hofgeismar, am Dienstag. „Man merkt aber definitiv, dass aus der Krise im Frühjahr gelernt wurde“, ergänzt er. Die Lieferketten hielten problemlos und auch das Regionallager in Breuna sei gut gefüllt. Hilfreich sei dabei, dass Rewe vor dem Winter zusätzliche Lager im Umkreis gemietet habe – vor allem auch für Lebensmittel, bei denen es möglicherweise Lieferschwierigkeiten hätte geben können.

Zu Hamsterkäufen sei es vor dem Fest nicht gekommen, obwohl die Geschäfte nun über mehrere Tage am Stück geschlossen haben. Auch die wegen der Marktfläche erlaubte maximale Auslastung von 131 Personen im Haupt- und 79 im Getränkemarkt sei nicht erreicht worden, wie Schäfer sagte. So hätten den Hauptmarkt in der Regel zwischen 60 und 70 Kunden gleichzeitig besucht. Aufgefallen sei aber, dass alle Menschen im Schnitt etwas mehr einkauften als sonst in dieser Zeit, was Schäfer darin begründet sieht, dass zurzeit keine Besuche in Restaurants möglich sind.

Diesen Eindruck bestätigt auch Anja Müller, Betreiberin des Edeka-Marktes in Trendelburg. „Man merkt schon, dass sich die Leute hier und da mal eine Wurst oder einen Schinken mehr als sonst gönnen“, sagt sie.

Während es auch in ihrem Markt keine Lieferengpässe gegeben habe, habe das sehr starke Kundenaufkommen zusammen mit der Personenbegrenzung im Markt aber dazu geführt, dass sich schnell Schlangen vor dem Eingang bildeten. „Bei uns sind zurzeit 50 Menschen gleichzeitig im Markt erlaubt – normalerweise haben wir ungefähr doppelt so viele“, berichtet Anja Müller.

Dass Kunden daraufhin Probleme bereiten oder ungehalten werden, sei aber trotzdem kaum vorgekommen. „Auch die Masken sind kein Thema mehr, die sind wie Schuhe anziehen: Das gehört einfach dazu“, meint die Betreiberin.

Ein etwas geringeres Aufkommen als gewöhnlich hat es in der Vorweihnachtszeit beim Weihnachtsbaumverkauf gegeben, berichtet Sascha Hellwig, Marktleiter des Hofgeismarer Gartencenters Meckelburg. Genaue Verkaufszahlen lagen ihm am Dienstag zwar noch nicht vor. „Tendenziell schätze ich aber, dass sie etwas geringer geworden sind, wenn auch nicht dramatisch“, sagt Hellwig. Auf Gründe dafür konnte er sich nicht festlegen. „Ich glaube aber nicht, dass den Menschen wegen Corona die Lust auf Weihnachtsbäume vergangen ist, sondern eher, dass viele keine Übersicht hatten, wer überhaupt noch welche anbietet“, erklärt der Marktleiter.

Daher sei der Andrang beim Gartencenter direkt vor Beginn des Lockdowns am 15. Dezember noch einmal besonders groß gewesen. Danach habe die Nachfrage aber abgenommen. (Jan Trieselmann)

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