1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Hofgeismar

Viele Lokale im Kreisteil Hofgeismar sind ausgebucht

Erstellt:

Von: Josefin Schröder

Kommentare

Dampfende Töpfe auf dem Herd in einer Küche auf einem Herd.
Dampfende Töpfe auf dem Herd in einer Küche auf einem Herd. © Jens Büttner/DPA

Mit Corona-Einschränkungen und Regeln musste die Gastronomie zwei Jahre zurechtkommen. Dagegen ist das Weihnachtsgeschäft 2022 ein Lichtblick.

Kreis Kassel – Denn trotz steigender Energie- und Lebensmittelpreise läuft es für viele Restaurantbetreiber im Kreis Kassel gerade richtig gut. Das ist das Fazit einer Umfrage.

„Wir können uns nicht beklagen. Für die Weihnachtstage sind wir komplett voll“, sagt Kai Klein, Küchenchef in der Deutschen Eiche in Grebenstein. Noch im November sei die Stimmung gedämpft gewesen, als einige größere Firmenfeiern storniert wurden und Hotelbuchungen zurückgingen. Auch Personalmangel ist durch die aktuelle Grippewelle ein Thema in dem Grebensteiner Restaurant. „Wir freuen uns riesig, sind aber auch mächtig am Rudern.“

160 Gäste am Tag erwartet

Karin Villmer, Inhaberin vom Landgasthof Textor in Trendelburg, ist zufrieden. Für die Weihnachtsfeiertage ist der Familienbetrieb seit September ausgebucht. Etwa 160 Gäste wird Villmer und ihr Team dann an einem Tag bewirten, darunter viele Stammgäste. Auch die Tische im Landhotel Schneider in Naumburg-Heimarshausen sind an den Feiertagen reserviert. Die Buchungslage für den gesamten Monat Dezember sei „auf einem guten Niveau, trotz der hohen Preise“, sagt Inhaber und Küchenmeister Wolfgang Schneider. Bezogen auf das Konsumverhalten seiner Gäste merke der Familienbetrieb nichts von der Krise.

Fürs Essengehen seien die Menschen durchaus bereit, Geld auszugeben, beobachtet auch Theresa Kraft vom Landgasthaus Kraft in Schauenburg. Immer wieder muss sie Reservierungsanfragen ablehnen. „Es ist verrückt, wie viel los ist.“

Gans kostet im Einkauf das Doppelte

Allerdings seien die Preise für Geflügel deutlich gestiegen, berichten die Gastronomen. Für eine Gans bezahle man im Einkauf doppelt so viel wie im Vorjahr, sagt Axel Brandt, Geschäftsführer vom Hotel Schäferberg in Espenau. Ein Grund dafür sei die Vogelgrippe. Dass die Nachfrage nach ganzen Gänsen abnimmt, bestätigen alle Befragten. Preisanpassungen auf der Speisekarte etwa für Gänsekeulen nähmen die Gäste hin. Trotz guten Weihnachtsgeschäfts müssten viele auf umsatzstarke Feiern verzichten. „Die Gäste kommen. Was fehlt, sind die großen Weihnachtsfeiern mit 70 Personen“, sagt Brandt. Im Moment würden eher einzelne Abteilungen in kleinen Gruppen mit zehn bis 20 Personen feiern. (Josefin Schröder)

Gastronomie in der Corona-Krise

Seit März 2020 leiden Hotel-, Restaurant- und Café-Betreiber unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach mehreren Lockdowns folgte die Erholung der Gastronomie unter strengen Regeln. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt der Umsatz auch 2022 noch deutlich unter Vorkrisenniveau. Einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga zufolge bangen fast 60 Prozent der Betriebe um ihre Existenz. (Josefin Schröder)

Auch interessant

Kommentare