Bürger können Wünsche für Kursthemen mitteilen

Volkshochschule will Computerbereich in Hofgeismar ausbauen

Lernen mit Anleitung: Dozent Peter Brockmann (links) gibt Tobias Hartmann aus Uslar und Anna Schwindt aus Kassel wertvolle Tipps und Hilfen beim Textverarbeitungsprogramm Word. Foto: Dittrich

Hofgeismar. Friedrich Lammers ist seit dem 24. Februar der Planer im Bereich „Computerwelten". So nennt die VHS in Hofgeismar den Bildungsbereich Computer und Internet.

Seine Vision: „In wenigen Jahren doppelt soviele Kurse anbieten wie jetzt." Also von zwölf Kursen im Halbjahr hoch auf 20, im Idealfall 25.

Das ist die langfristige Perspektive, von der Lammers überzeugt ist: „Der Bedarf ist da.“ Während in anderen Städten Leerstand herrsche, würde in Hofgeismar gebaut und investiert: „Da ist Potenzial da“, meint er auch bezogen auf den Bildungsbereich.

Dieses Potenzial will er finden: Er hofft, Spezialthemen in Hofgeismar zu etablieren - beispielsweise Kurse für konkrete Computersoftware oder bestimmte Bereiche des Internets. Bei Einführungskursen können Teilnehmer auch eigene Notebooks und Tablets mitbringen. Die Dozenten kommen aus der Region - wie beispielsweise Peter Brockmann aus Calden.

Anregungen erwünscht 

Außerdem hofft Lammers auf Ideen von außen: „Die Bürger können gerne bei mir anrufen oder mir schreiben - wir versuchen, aus den Wünschen ein Angebot zu stricken.“ Aktuell plane man das nächste Halbjahr - Vorschläge sind noch möglich. Ab August soll das Programm stehen, neue Kurse starten im September.

Auch an den Kursbeschreibungen feilt der Bildungsreferent: Er spricht nicht mehr von Senioren, sondern von älteren Erwachsenen - Senioren findet er als Zielgruppe zu streng und unpassend.

Damit will Lammers den sinkenden Teilnehmerzahlen entgegenwirken, die schon seiner Vorgängerin Margitta Ackerbauer aufgefallen waren. Um Kurse zu füllen, möchte er auch mehr Menschen aus der Region an die VHS nach Hofgeismar holen. Das Problem: Manchen sei die Anreise aus dem Nachbarort schon zu weit, Andere würden noch längere Strecken fahren, dann aber in Kassel landen. Lammers hofft, mit dem richtigen Angebot Bürger in der Region nördlich von Kassel bis nach Südniedersachsen zu erreichen.

Gerade im Umgang mit Computern würden viele inzwischen zuhause lernen, vermutet Lammers. Der eigene Nachwuchs bringt den Eltern und Großeltern den Umgang mit Tablets, Internet und Software bei. Und für viele Anwendungen gibt es auch Lernvideos im Internet. Sein Fazit zu dieser Art von Bildung fällt negativ aus: „Die wurschteln sich dann irgendwie durch“, urteilt der Bildungsreferent. Denn viele würden dann irgendwann doch in einem Kurs der VHS landen, weil sie nicht mehr weiterkommen. „Die fangen dann oft wieder bei Null an“, erzählt Lammers - das könne frustrierend sein.

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