Volle Fußgängerzone: 70 Stände beim Flohmarkt in Hofgeismar

Besser besucht als manches Stadtfest: Anlässlich des großen Flohmarktes und des verkaufsoffenen Sonntages war die Hofgeismarer Fußgängerzone voll. Fotos: G. Hoffmann

Hofgeismar. Von solchen Besucherzahlen kann so mancher Stadtfest-Veranstalter träumen: Der erste große Flohmarkt in der gesamten Fußgängerzone Hofgeismars war ein voller Erfolg.

Ein kleiner Regenschauer kurz nach der Eröffnung sorgte zwar bisweilen auch später noch für bange Blicke zum Himmel, doch das Wetter hielt.

„Wir haben blitzschnell eine Plane über die Waren gelegt und uns selbst unter dem Pavillon untergestellt“, berichtet Anja Olschewski aus Hofgeismar, „aber zum Glück war der kurze Nieselregen schnell wieder vorbei.“

Dem stimmt auch Iris Kotzorek aus Grebenstein zu. Sie hatte nicht nur ihre Sammlung an Bären der Marke Ty mitgebracht, von denen sie sich nun trennen wollte, sondern auch viele andere Dinge wie Dekoartikel, Puzzle, Spielzeug und nicht zuletzt einige Bücher ihres Sohnes Christoph. „Der geht nun zum Studium und da kann man einige von den alten Büchern gut verkaufen.“

Das Angebot an Waren des großen Flohmarktes, der von der Eisdiele Mandolini über die gesamte Fußgängerzone bis hoch zum Rathaus ging, war bunt gestreut. 70 Stände von durchschnittlich drei Metern Länge hatten dort ihren Platz gegen ein moderates Standgeld gefunden. Erfreulicherweise hatten sich die Verkäufer an die Vorgabe gehalten und boten keine Neuware an. So konnten die zahlreichen Besucher aus einem großen Sortiment wählen und manche Schnäppchen machen. Denn handeln war durchaus erwünscht und wurde von beiden Seiten mit Spaß betrieben.

Schnell waren aufgrund der vielen Besucher viele der Parkplätze in der Innenstadt besetzt. „Ich finde, die Stadt hätte das Parkhaus an der Elisabethstraße öffnen sollen“, merkte Wolfgang Ahlers von Augenoptik Rieckhoff an, „den Parkraum hätte man an einem Tag wie heute gut gebrauchen können.“

Sehr positiv fiel auf, dass sehr viele Geschäfte tatsächlich auch am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet hatten. „Wir machen das heute nicht für den Umsatz“, sagten allerdings einige, „sondern weil wir ein Zeichen für die Stadt setzen und für die Besucher da sein wollen.“

Das sagt der Handel:

„Wir haben sehr positive Eindrücke vom Flohmarkt und den Besucherzahlen“, sagt Stefan Bönning, 2. Vorsitzender der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe e.V. und Inhaber des Schuhhauses Bönning an der Mühlenstraße. Er ist mit der Veranstaltung überaus zufrieden.

„So voll ist es auch beim Apfelfest oder Herbstmarkt. Viel voller kann es gar nicht werden.“ Im Vorfeld hatte man angedacht, auch den Abschnitt der Bahnhofstraße bis zur Ecke Bürgermeister-Schirmer-Straße zu sperren, aber das sei von den anliegenden Geschäften ausdrücklich nicht gewünscht worden. Bönning merkt an, dass sich der verkaufsoffene Sonntag vor allem für Geschäfte mit Sommermode im Angebot gelohnt hätte. Aber auch die anderen Geschäftsleute konnten sich über eine hohe Kundenfrequenz freuen. „Uns ist es wichtig, dass die Stadt voll ist.“

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