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Windpark Reinhardswald GmbH kritisiert Bernhard Klugs Vernunftkraft-Verbindung

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Von: Daria Neu

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Nachdem in der vergangenen Woche öffentlich wurde, dass Bernhard Klug, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) viele Jahre eine enge Verbindung zum umstrittenen Verein „Vernunftkraft“ hatte, äußert sich nun die Windpark Reinhardswald GmbH.
Nachdem in der vergangenen Woche öffentlich wurde, dass Bernhard Klug, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) viele Jahre eine enge Verbindung zum umstrittenen Verein „Vernunftkraft“ hatte, äußert sich nun die Windpark Reinhardswald GmbH. © Thomas THiele

Aufregung rund um den Windpark Reinhardswald: Die Debatte um die Vernunftkraft-Verbindung von Bernhard Klug von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald geht weiter.

Reinhardswald - Nachdem in der vergangenen Woche öffentlich wurde, dass Bernhard Klug, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die seit Februar rechtlich gegen den Bau der 18 geplanten Windkraftanlagen im Reinhardswald vorgeht, viele Jahre eine enge Verbindung zum umstrittenen Verein „Vernunftkraft“ hatte, äußert sich nun die Windpark Reinhardswald GmbH und Co. KG in einer Stellungnahme zur Situation.

Klug hatte zuvor eingeräumt, dass er zahlendes Mitglied der Initiative gewesen sei, die sich auf verschiedenen Plattformen entschieden gegen Windkraft als zukunftsfähigen Energieträger ausspricht, zuletzt aber „schlicht und ergreifend versäumt“ habe, die Mitgliedschaft zu kündigen. Er habe seine Meinung mittlerweile geändert (wir berichteten.)

Ralf Paschold, Geschäftsführer der Windpark Reinhardswald GmbH und Co. KG, die den Windpark plant, kritisierte nun in seiner Stellungnahme, dass Klug bereits im Jahr 2014 sogar Gründungsmitglied von Vernunftkraft-Hessen und seitdem federführend an exponierter Stelle im Vorstand tätig gewesen sei. Seine „tiefgehenden und engen Verflechtungen mit Vernunftkraft“ seien offensichtlich.

Außerdem kritisiert die Vorhabenträgerin, dass Klug seine Dienste entgegen seiner heutigen Position früher unter anderem den Stadtwerken gegen Bezahlung angeboten hätte, „um diese bei der Umsetzung von Windkraftprojekten im Wald sogar zu unterstützen und nicht wie heute zu torpedieren.“ Offenkundig sei Klug erst kürzlich deutlich geworden, „dass seine Verflechtungen als Vorstand bei Vernunftkraft und seiner Position als Vorstand in der SDW kritische Fragen aufwerfen würden, sagt Paschold.

Das sagt Bernhard Klug zu Vernunftkraft und seiner Mitgliedschaft

Der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bernhard Klug, äußert sich auf Anfrage zu den aktuellen Vorwürfen. Er betont, dass es grundsätzlich keinen Widerspruch zwischen dem Befürworten von Windenergie und Waldschutz gebe.

„Seit 1994 habe ich mich für erneuerbare Energien eingesetzt durch Ausweisung von Vorranggebieten für Windkraft – wohlgemerkt außerhalb von Waldgebieten“, sagt Klug in seiner Stellungnahme. „Meine Bewerbung an die Projektierer (auch Stadtwerke) hat im Jahr 2012 stattgefunden, weil ich das, was ich als Trendelburger Bürgermeister zusammen mit den politischen Gremien entwickeln konnte, auch für andere Kommunen als geeignet empfunden habe.“ Eine Lobbyarbeit, um Windkraft im Wald zu realisieren, habe er nicht beabsichtigt. Es sei um offene Flächen gegangen.

Dass er Gründungsmitglied von Vernunftkraft war, bestätigt Klug auf Anfrage. Da er im Laufe der Jahre, wie bereits beschrieben, gemerkt habe, dass er mit einigen politischen Strömungen nicht habe mitgehen können, sei die Entscheidung gefallen, sich zurückzuziehen. (Daria Neu)

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