Paare pflanzen Eichen im Hochzeitswald

Wäldchen der Liebe wächst in Hombressen

Die Paare, die im Hombresser Hochzeitswald Eichen pflanzen wollen, bekamen zunächst eine Einweisung.
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Kurze Einweisung: Viel los war am Hochzeitswald, wo zwei Dutzend Paare Eichen pflanzten. Unterstützung bekamen sie von Freunden und Familie.

Auf dass die Liebe wachse und gedeihe: Ein lebendiges Denkmal für ihren Ehebund setzten am Samstag elf Paare im Hombresser Hochzeitswald.

Hombressen – Die Hälfte der Paare hatte in diesem oder im vergangenen Jahr geheiratet. Die anderen Eheschließungen lagen schon länger zurück. So auch die Hochzeit von Anna und Fritz Zeller, die vor nicht allzu langer Zeit ihren 70. Hochzeitstag feierten. „Bei ihnen haben wir eine Ausnahme gemacht, weil Fritz sich lange Zeit für den Ort stark gemacht hatte, erklärte Jürgen Weß. Mit Jürgen Knauf hatte er vor vier Jahren die Pflanzungen im Hochzeitswald aktiviert.

Eigentlich richtet sich die Idee, eine Eiche als Ehesymbol zu setzen, nur an Frischvermählte. Da es aber zwischenzeitlich eine längere Pause gab, durften auch Paare, die von 1983 an geheiratet hatten, sich hier verewigen, erläuterten die Initiatoren. Deshalb war diesmal auch ein Silberhochzeitspaar dabei.

Dass insgesamt zwei Dutzend Bäumchen gesetzt wurden und nicht nur die elf der neu hinzugekommenen Paare, lag daran, dass 13 Gewächse aus dem Vorjahr eingegangen waren. „3000 Liter Wasser hatten wir dort zur Verfügung gestellt. Am Gießen sollte es nicht gelegen haben“, sagen die beiden Hochzeitswald-Chefs.

Schilder als Erinnerung für Fritz und Anna Zeller.

Wie schon in den Vorjahren waren die jungen Eichen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) finanziert worden. Auch die Kosten für die Schilder wurden von der Naturschutzorganisation übernommen.

„Ärgerlich ist es schon, dass jedes Jahr so viele Bäume kaputtgehen“, bedauerte Hans-Peter Giebing von der Schutzgemeinschaft. Ob sie künftig weiterhin Eichen ersetzen werden können, sei fraglich, da jeder einzelne Baum mehr als 100 Euro koste. Er hoffe nun, dass jeder junge Setzling gut gepflegt werde.

Nach der Arbeit wurde angestoßen

Das haben Daniel Kaufmann und sein Partner Sebastian Schubert jedenfalls vor, die ebenfalls im Wäldchen am Kringel ein Liebessymbol pflanzten. Die beiden Hombresser sind nicht das erste gleichgeschlechtliche Paar. Sie sind das erste Männer-Paar, das im Hochzeitswald einen Baum gepflanzt hat. 2020 hatten zwei Frauen ihre Eiche gepflanzt. Wie immer wurde nach getaner Arbeit mit einem Schnaps angestoßen, meist noch ein Würstchen verzehrt und noch ein wenig geplaudert. Möglichkeiten dazu gab es nämlich reichlich, waren doch insgesamt um die 100 Gäste bei der Pflanzaktion dabei. (Tanja Temme)

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