Helfer für Kunstwerk gesucht

Walter Lindemann will zur documenta in Kassel eine soziale Plastik aufbauen

Die ersten Bauklötze sind fertiggestellt: Bis zum Start der documenta will Walter Lindemann (rechts) 3500 Bauklötze von Menschen aus dem Hofgeismarer Raum gestalten lassen. Die Ersten sind nun fertiggestellt und können im Schaufenster der Hofgeismarer Buchhandlung angeschaut werden. Gestaltet wurden diese von (von links) Susanne und Max Siebert, Paula Heinrich, Nele Schinkel, Stephanie Seitz sowie Deshira Seferaj.
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Die ersten Bauklötze sind fertiggestellt: Bis zum Start der documenta will Walter Lindemann (rechts) 3500 Bauklötze von Menschen aus dem Hofgeismarer Raum gestalten lassen. Die Ersten sind nun fertiggestellt und können im Schaufenster der Hofgeismarer Buchhandlung angeschaut werden. Gestaltet wurden diese von (von links) Susanne und Max Siebert, Paula Heinrich, Nele Schinkel, Stephanie Seitz sowie Deshira Seferaj.

Die documenta in Kassel im kommenden Jahr wird von Kunstfreunden auf der ganzen Welt schon freudig erwartet – auch in Hofgeismar, wo Walter Lindemann schon Pläne hat.

Hofgeismar - Er will wieder in Kassel vor Ort mitmischen und dort zum vierten Mal zur Weltkunstschau eine soziale Plastik aufbauen. Dafür werden tausende von bunten Bauklötzen benötigt, deren Gestaltung nun begonnen hat.

„Die eine Hälfte wird im Vorfeld gestaltet und die andere während der Ausstellungszeit“, erklärt Lindemann. Konkret meint der selbst ernannte Totalkünstler damit, dass bis zu Beginn der documenta kommenden Juni 3500 Holzstückchen bemalt, beklebt oder sonst wie verändert, fertiggestellt sein sollen. Die anderen 3500 sollen während der hunderttägigen Schau gestaltet werden.

„Diesmal sind wir im Kasseler Osten auf dem Firmengelände von Ferrari“, berichtet der Künstler aus Niedermeiser. Dort will Lindemann einen Bereich einrichten, wo nicht nur die Plastik aufgebaut wird, sondern auch Menschen sich kreativ ausleben können, also die Holzfragmente bemalt werden können.

„Die Bausteine sind nur Mittel zum Zweck, denn mir geht es vor allem darum, dass Menschen zusammenkommen, sich austauschen und kennenlernen.“ Deshalb begrüßt es der 65-Jährige, wenn Menschen gemeinsam ihre Holzstücke künstlerisch bearbeiten, wie es im Generationenhaus Hümme oder aber auch im Jugendprojekt Jump in Trendelburg vor Kurzem praktiziert wurde.

Wie das jeweilige kleine Kunstwerk gestaltet wird, ist jedem selbst überlassen. „Da die documenta das Thema Lebensgemeinschaft hat, wäre es schön, wenn sich einige damit befassen würden.“

Die jugendliche Paula Heinrich aus Hofgeismar tat dieses, fotografierte Insekten in deren Umfeld und klebte die Bilder auf ihre beiden Exponate. Wo diese irgendwann mal landen werden, ist ungewiss. Denn „die soziale Plastik ist auch etwas Lebendiges – wer einen Bauklotz gestaltet hat, darf sich auch einen mitnehmen – ein Angebot, kein Muss“, erläutert der Initiator sein Konzept.

Unterstützt wird Walter Lindemann dabei schon von Beginn an, also seit 20 Jahren von der Hofgeismarer Firma Sander, die ihm die Holzstücke zur Verfügung stellt und Transporte übernimmt. Hilfe bekommt er zudem von der Firma Habichs Söhne aus Veckerhagen, welche Farben für das Projekt sponsort. (Tanja Temme)

Weitere Infos: Wer als Gruppe oder auch Einzelperson einen Holzklotz gestalten möchte, kann sich bei Walter Lindemann melden, Telefonnummer: 0 56 75/83 43

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