Gemeinden feiern die Einsegnung unterschiedlich

Wegen Corona: Konfirmationen starten mit Verspätung

Eine Bibel liegt auf einem Altar in der Kirche.
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Symbolbild: Im Kreisteil Hofgeismar starten an diesem Wochenende die Konfirmationen.

Lange haben sie gewartet, nun geht es los: Im Kreisteil Hofgeismar werden am heutigen Samstag und am Sonntag Konfirmationen gefeiert.

Kreisteil Hofgeismar - Nachdem der Wesertaler Ortsteil Gottstreu den Anfang gemacht hatte, ziehen als nächstes die Jugendlichen aus Bad Karlshafen und Hombressen nach. Insgesamt erhalten 306 junge evangelische Christen den Segen.

Im Hofgeismarer Stadtteil Hombressen soll, wenn das Wetter es zulässt, die Konfirmation am Sonntag im Pfarrgarten vollzogen werden. „Unter Einhaltung der Abstandsregeln und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes darf jeder unserer 14 Konfirmanden acht Begleitpersonen mitbringen“, erklärt Pfarrerin Britta Steinkamp. Sollte man doch in der Kirche den Gottesdienst feiern müssen, gelten die gleichen Regeln – die Anzahl der Begleitpersonen reduziere sich dann allerdings auf vier.

Hombressen: Sängerin sorgt für musikalische Untermalung

Für musikalische Untermalung wird laut Steinkamp eine Sängerin aus der Gemeinde sorgen. Gemeinsames Singen sei zwar seit Dienstag wieder erlaubt, allerdings nur mit Maske und höchstens vier Strophen. „Wir haben uns trotzdem dagegen entschieden. An der frischen Luft hat man zwar ein besseres Gefühl. Aber ein gemeinsamer Gesang verläuft sich, wenn man so weit auseinander sitzt“, sagt sie.

Auch die Einsegnungen werden in diesem Jahr coronabedingt anders ablaufen. „Sonst lege ich die Hände auf die Konfirmanden, das signalisiert das Verbundensein“, erklärt die Pfarrerin. Stattdessen werde die Verbundenheit mit Segensbändern gezeigt, von denen jeder der Jugendlichen eines mit einem Spruch erhält.

Bad Karlshafen: Konfirmandengruppe musste aufgeteilt werden

In Bad Karlshafen weicht man von der eigentlichen Einsegnung nur minimal ab. „Die Hände werden aufgelegt, das ist mit den Eltern abgesprochen. Die Konfirmanden dürfen nur einzeln eingesegnet werden“, berichtet Pfarrer Daniel Fricke. Dabei tragen alle Beteiligten, auch die Begleitpersonen, einen Mund-Nasen-Schutz. Was den Gesang in der Kirche angeht, halte man es wie in Hombressen. „Wir haben eine Band und Sängerin“, sagt Fricke.

Da die Konfirmandengruppe zu groß sei, musste sie aufgeteilt werden. Deswegen finden die Einsegnungen am heutigen Samstag und Sonntag statt. In der Kirche sitzen die Jugendlichen bei ihren Angehörigen, von denen sie bis zu zehn mitbringen dürfen. „Alle sind quasi in Blöcke aufgeteilt, die jeweils genug Abstand zueinander haben“, sagt der Pfarrer. (Nela Müller)

Viele Termine für verlegte Konfirmationen

Der Umgang mit den Konfirmationen infolge der Corona-Pandemie ist im gesamten Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen sehr unterschiedlich, sagt Sven Wollert, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit. „Es reicht von Konfirmationen jetzt im Sommer über Termine im Herbst bis zur Verschiebung des Jahrgangs 2021“, fügt er hinzu. Die Konfirmationen werden zudem nicht unbedingt in Kirchen stattfinden, sondern auch an öffentlichen Plätzen oder in Gärten.

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