Stadtmuseum Hofgeismar von hessenweiter Schließung betroffen

Nach Öffnung schnell wieder das Aus

Die Gemälde- und Antiquitätenbörse im Stadtmuseum Hofgeismar findet zum 29. Mal statt. Dabei sind auch chinesisches Porzellan (Mitte) und (von links unten) ein Wappen einer historischen Kasseler Straßenbahn, ein Sababurg-Gemälde von Helen Meyer-Moringen, eine Handwerker-Skulptur, Süßmuth-Glas, eine Krukenburg-Zeichnung von F. Fennel, eine Puppe um 1900 und ein Stich mit Burg und Stadt Grebenstein. fOTOS/MONTAGE: tHOMAS tHIELE
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Die Gemälde- und Antiquitätenbörse im Stadtmuseum Hofgeismar findet zum 29. Mal statt. Dabei sind auch chinesisches Porzellan (Mitte) und (von links unten) ein Wappen einer historischen Kasseler Straßenbahn, ein Sababurg-Gemälde von Helen Meyer-Moringen, eine Handwerker-Skulptur, Süßmuth-Glas, eine Krukenburg-Zeichnung von F. Fennel, eine Puppe um 1900 und ein Stich mit Burg und Stadt Grebenstein. fOTOS/MONTAGE: tHOMAS tHIELE

Hofgeismar – Ein Wechselbad macht das Team des Stadtmuseums Hofgeismar durch: Wenige Tage, nachdem es den Betrieb wieder aufnehmen konnte, steht die erneute Schließung wegen Corona bevor.

Es empfiehlt Besuchern, den Freitagabend, 26. März, und den kommenden Sonntag, 28. März tagsüber (jeweils mit Anmeldung) zu nutzen. Wie der Hessische Museumsverband gestern mitteilte, müssen Museums-Innenräume ab Montag wieder geschlossen bleiben. Zugänglich ist damit kurzfristig auch noch die wegen der Corona-Pause verlängerte Gemälde- und Antiquitätenbörse.

Der Besuch der beliebten Börse, die an Sonntagen im Schnitt 40 Besucher anzieht, verzeichnete am vergangenen Sonntag nur sechs Personen. Dafür kamen an den Wochentagen mehr als in normalen Jahren, berichtet Museumsleiter Helmut Burmeister. In der 29. Gemälde- und Antiquitätenbörse präsentieren wieder private Aussteller spannende Stücke aus mehreren Jahrhunderten zu erschwinglichen Preisen. Das Spektrum ist breit: Es reicht von Ölgemälden über Lithografien, Originalzeichnungen und Stichen bis zu hochwertige Stadtansichten und filigranen Pflanzenzeichnungen.

Klassische Bücher und moderne Grafik sind ebenso vertreten wie Gebrauchs- und Kunstgegenstände, etwa Wandleuchter für Kerzen, Jugendstil-Objekte, Porzellan aus China, klassische Kaffee-Services, Süßmuth-Glas, Holztiere, Landkarten oder eine Grubenuhr. Der Bestand ändert sich allerdings ständig, weil jedes verkaufte Teil aus den Vitrinen gleich durch ein anderes ersetzt wird. Die Börse soll theoretisch bis Anfang Mai dauern, da dann der Aufbau für die ab 5. Juni geplante Pit-Morell-Ausstellung beginnt.

Zu sehen ist unter dem Titel „ARTgerecht“ auch die gerade eröffnete Sonderausstellung der „Museumsmaler(-innen)“, die im Museum malen und sich weiterbilden. Ausgestellt sind Arbeiten von Ingrid Grauer, Marianne Henrichvark, Annett Schorlemmer, Hella Hubert und – posthum – Ursula Hülsmeier, denn das Museumsteam erhielt vergangene Woche den Hinweis, dass die Malerin kurz zuvor gestorben ist.

Während der viermonatigen Corona-Pause konnte das Museumsteam auch ein Überraschungspaket aus Berlin entgegennehmen, das drei Zeichnungen des Malers Theodor Rocholl (1854 – 1933) enthielt, dessen Werke das Museum schwerpunktmäßig sammelt.

Zwei Großburgen, die er im griechisch-türkischen Krieg zeichnete und ein sehr lebendig wirkender Eichenzweig beweisen, welche Talente in dem akademisch ausgebildeten Maler schlummerten, der sich sonst anderen Themen zuwendete. Sie machen nach Ansicht des Museums deutlich, wie viele Überraschungen noch auf diejenigen Museumsmitarbeiter warten, die das Werksarchiv des Malers pflegen. Museumsleiter Helmut Burmeister dankte dem Spender Dr. Sebastian Recknagel (Berlin), der die Werke aus dem Nachlass seiner Mutter Anita, einer Nichte des Malers Rocholl, entnahm.  (Thomas Thiele)

Info: 05671/4791 und hofgeismar.de/museum-hofgeismar

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