Bauernverband: Längerfristig wird es teurer

Wegen Mindestlohn: Preiskampf beim Spargel

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Will seine Spargelpreise stabil halten: Manuel Klemme.

Hofgeismar. Ein Preiskampf deutet sich für die Spargelsaison an. Einige Landwirte erhöhen die Preise, weil sie Erntehelfern jetzt 7,40 Euro pro Stunde bezahlen müssen.

Andere verzichten noch auf Preiserhöhung.

Der Hessische Bauernverband rechnet aber erst längerfristig mit einer erheblichen Steigerung der Spargelpreise.

„Ich gehe davon aus, dass sich der Preis in diesem Jahr noch relativ normal entwickeln wird“, sagt der Sprecher des Bauernverbandes Bernd Weber. Zu Beginn der Saison könne man mit 15 bis 20 Euro für ein Kilogramm des heimischen Spargels rechnen. „Später, wenn die Ernte in vollem Gange ist, geht der Preis deutlich runter“, sagt Weber. Auf eine erhebliche Preiserhöhung könnten sich die Verbraucher im Jahr 2017 einstellen. 9,10 Euro müssen dann pro Stunde an die Erntehelfer bezahlt werden. „Momentan befinden wir uns ja noch in der Übergangszeit. Da reagieren die Bauern unterschiedlich.“

Spargelbauer Bernd Fülling aus Zwergen erhöht den Kilopreis in diesem Jahr um etwa 30 Cent. „Leider müssen wir die Preise wegen des Mindestlohns etwas anheben.“ Nicht erhöhen will hingegen Landwirt Manuel Klemme aus Grebenstein-Schachten, der 95 Prozent seines Spargels an Verkaufsständen direkt an den Endverbraucher vertreibt. „Ab nächstem Jahr müssen wir die Preise dann aber auch anpassen. Da kommen wir nicht drum herum.“

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