Lippoldsberg

Wegen des Wetters: Lichterpracht in Lippoldsberg fällt ins Wasser

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Wenigstens etwas Feuerwerk: Vor dem Lippoldsberger Gerätehaus brannte Feuerwerker Frank Rehrmann beim Dämmerschoppen zumindest eine kleine Feuerwerks-Fontäne ab.  

„Wie, fällt das etwa aus?“ Lange Gesichter konnte man am Samstagabend nahe des Fähranlegers in Lippoldsberg erleben. Dort sollte die alljährliche Weserbeleuchtung stattfinden.

Die hatte die Feuerwehr aber wegen des unsteten Wetters kurzfristig abgesagt. Glück hatten all jene, die vor dem Aufbruch einen Blick ins Internet geworfen hatten. „Denn dort haben wir an mehreren Stellen bekannt gegeben, dass die Veranstaltung ausfällt“, sagte Peter Gottlob, Vorsitzender des veranstaltenden Feuerwehrvereins. 

Grund war der Wetterbericht, der eine große Regenwahrscheinlichkeit angesagt hatte. „Das war uns zu riskant, eine Schlammschlacht wollten wir nicht haben. Und die wäre es bei Regen auf der Wiese geworden“, erklärte Gottlob.

Am Vormittag hatte sich der Vorstand zu der Entscheidung durchgerungen. Gerade noch früh genug, um dem Feuerwerker, den Ausrichtern der Wasserspiele, der Band und sonstigen Standbetreibern abzusagen. Der Großteil der 1200 Bratwürstchen kommt erst mal in die Gefriertruhe“, sagte Gottlob. Die Getränke können zurückgegeben werden. „Den Ausfall muss man als Schadensbegrenzung sehen. Denn wenn das Wetter nicht mitgespielt hätte, wären mehrere Tausend Euro auf der Strecke geblieben“, ergänzte der Vorsitzende.

Besucher zeigen Verständnis

Als Alternative lud die Wehr die Besucher zum Dämmerschoppen ans Feuerwehrhaus ein. Dort konnten die Wasserspiele nicht stattfinden. Die Feuerwehrleute gaben sich alle Mühe, Festatmosphäre aufkommen zu lassen: So gab es Musik, Cocktails, auf dem Grill brutzelten Würstchen. Kleine Gruppen traten bei einem lustigen Wettkampf gegeneinander an. Und schließlich ließ sich Pyrotechniker Frank Rehrmann dazu überreden, eine kleine Fontäne zu entzünden.

„Ich habe vollstes Verständnis für die Absage, denn dort unten wäre es heute doch sowieso nur eine halbe Sache gewesen“, sagte Petra Daunicht, die aus Adelebsen gekommen war. Auch ohne Niederschlag sei das Wetter nicht wirklich sommerlich.

Ob die Lippoldsberger Wehr dieses Jahr noch eine Weserbeleuchtung ausrichtet, steht noch nicht fest. Da nun Gieselwerder und Bad Karlshafen an der Reihe sind, müssten sie schauen, ob im August noch etwa möglich ist, sagte der Vorsitzende.

Seit 61 Jahren findet die Weserbeleuchtung in Lippoldsberg statt. Bisher musste eine abgesagt werden. Aber auch Erfahrungen mit schlechtem Wetter mussten die Feuerwehrleute schon machen.

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