Kirchengemeinden im Kreisteil bereiten sich vor

Weihnachten schon im Blick: Planung für Gottesdienste beginnt

Grebensteiner Stadtkirche mit Spektakel am Himmel daneben
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Weihnachtsstern: Dieses Schauspiel bot sich kurz vor dem Christfest 2020 an der Grebensteiner Stadtkirche.

Wer derzeit in die Supermarktregale schaut, der findet dort schon reichlich Süßigkeiten für Weihnachten.

Kreisteil Hofgeismar - Und auch die Kirche ist der Zeit gedanklich bereits voraus: Die Planungen für Gottesdienste zum Christfest laufen an.

Diesmal setze man darauf, dass es besser läuft als 2020, als die Pandemie Pläne vielfach durchkreuzte, sagt Sven Wollert. „Ich hoffe, dass es schön wird und in die Richtung geht, wie es einmal vor Corona war“, wünscht sich der Westuffelner Pfarrer, der Öffentlichkeitsbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen ist.

Ganz so wie früher wird es aber doch nicht werden, denn wegen Corona gibt es für die Kirchengemeinden noch viele Fragen zu klären, die sonst nicht auf der Agenda ständen. Ein Beispiel: Weihnachtsgottesdienste sind Familiengottesdienste. Doch wie gestaltet man die Regeln vor Ort für jüngere Kinder – und sind Krippenspiele möglich? Denn es gibt in Deutschland noch keinen Corona-Impfstoff, der für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen ist. Auch die Ständige Impfkommission hat noch keine Impfempfehlung dazu formuliert.

Doch dies ist nicht das einzige Thema, das die Kirche beschäftigt: Nach welchen Regeln soll der Christfest-Gottesdienst generell stattfinden? „Da stehen die Kirchenvorstände vor einer spannenden Frage: Machen wir 3G an Weihnachten?“, sagt Wollert. Sprich: Soll die Teilnahme am Gottesdienst nur für Geimpfte, Getestete und Genesene möglich sein? Die Empfehlung der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck für Gottesdienste, entsprechend der Coronaschutzverordnung des Landes, lautet derzeit generell AHA (Abstand, Hygienekonzept, Maske) plus Lüften. Kirchenvorstände können aber auch jetzt schon 3G einführen. „Meines Wissens ist das bislang nur in Zierenberg der Fall“, sagt Wollert.

Bereits jetzt steht die Suche nach nach möglichen örtlichen Alternativen für Weihnachstgottesdienste wie Scheunen oder Plätzen im Freien im Fokus. Das wäre am Ende aber auch mit einem höheren Aufwand verbunden, sagt Wollert. Sitzgelegenheiten, Ton, Licht: All das müsse vor Ort sein.

Und 2G, also Zugang nur für Geimpfte und Genesene? Die Landeskirche empfehle derzeit, darauf zu verzichten, sagt Wollert. „Aber“, und das sagt er auch mit Blick auf die gesamte Planung, „es ist Anfang Oktober, da ist noch keine genaue Prognose möglich“. (Matthias Müller)

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