HNA-Preisvergleich

Weihnachtsmärkte: Hofgeismar günstiger als Kassel

Glühwein gehört dazu: Am Stand der Winzerfamilie Knobloch tummelten sich viele, um ihren guten Glühwein zu genießen. Das Produkt aus eigener Herstellung geben sie für zwei Euro ab. Tochter Kerstin Knobloch hatte am Samstag alle Hände voll zu tun.

Hofgeismar. Bei einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, wird man schnell viele Euros los. In der Regel sind Märkte in kleinen Orten günstiger als in der Großstadt.

Dass es zwischen dem Hofgeismarer und dem Kasseler Weihnachtsmarkt nicht bei allen Produkten große Unterschiede gibt, zeigte sich bei einem Preisvergleich.

Gerade der Klassiker gebrannte Mandeln kostet sowohl in der Kleinstadt als auch in der Metropole genau das Gleiche. „Wir müssen die Mandeln für drei Euro verkaufen, da wir sonst kaum etwas daran verdienen - denn der Mandelpreis hat sich in den vergangenen Jahren verdreifacht“, sagt Standbetreiber Markus Notz. Viele brannten deshalb die Mandeln mit mehr Zucker, so dass der Verdienst höher sei, verrät der Uslarer. Bei ihm ist das Verhältnis eins zu eins, was dem Standard entspricht. Grundsätzlich, meint der Süßwarenhändler, könnten auch die Kasseler nicht mehr für Mandeln nehmen, denn die Kunden seien nicht bereit, mehr für eine Tüte zu zahlen.

Lebkuchenherzen

Unterschiede hingegen gibt es bei Lebkuchenherzen, die Notz für 5 Euro verkauft und für die man in Kassel oft 6,50 Euro zahlen muss. „Von meinen Kunden weiß ich, dass Schokoladenspieße dort auch 1,50 Euro teurer sein sollen“.

Standgebühr

50 Euro Standgebühr zahlt Notz für drei Tage auf dem Hofgeismarer Markt. Dies ist natürlich nicht mit Kassel vergleichbar, wo zwar wesentlich mehr los ist, die Betreiber aber auch fast 10.000 Euro zahlen müssten.

Glühwein

Beim Glühwein scheinen sich fast alle in Hofgeismar einig zu sein: Für zwei Euro bekommen die Besucher 0,2 Liter des Getränks an fast allen Ständen. In Kassel kostet dieses ganze 50 Cent mehr. „Die Qualität ist hier viel besser - ich habe in Kassel nicht nur mehr bezahlt, sondern er schmeckte auch nicht so gut wie hier“, sagt Tamara Woelms. Stören würde sie zudem in Kassel, dass dort als Pfand zwei Euro genommen werden.

Feuerzangenbowle

Feuerzangenbowle, die hier für drei Euro zu bekommen ist, koste in Kassel zwischen vier und fünf Euro, sagt die 28-jährige Hofgeismarerin. Auch Karl-Wilhelm Malzfeld lässt nichts auf die Preise in Hofgeismar kommen: „Letzte Woche habe ich in Frankfurt fünf Euro für einen Glühwein bezahlt - hier kostet er schon seit Jahren dasselbe.“

Bratwurst

Ihre Bratwurst für nur zwei Euro anzubieten, darauf sind Annie und Horst Eickmeyer sehr stolz. Die beiden Trendelburger sind am längsten auf dem Weihnachtsmarkt in Hofgeismar dabei, verkaufen ihre Wurst schon seit 45 Jahren. „Wir mussten beim Hessentag mehr nehmen und sind jetzt sogar wieder mit den Preisen heruntergegangen.“ Einen Euro mehr muss man in der 25 Kilometer entfernten Großstadt hinlegen.

Speckkuchen

Auch der Speckkuchen ist für weniger Geld in der kleinen Stadt zu haben: Kostet ein Stück in Kassel ganze 2,20 Euro, so bekommt man ihn in Hofgeismar für 1,10 Euro. Außerdem wird er hier von einer alteingesessenen Bäckerei hergestellt, also keine Fabrikware, kommentierte einer der Besucher.

Kaffee

Natürlich gibt es einige Produkte, die auch in Hofgeismar zu verschiedenen Preisen angeboten werden - so bekommt man an der einen Stelle einen Kaffee für einen Euro und an anderer für 2 Euro, wobei die Qualität bei dem Höherpreisigen auch eine andere ist.

In der Regel orientieren sich die Hofgeismarer Verkäufer an den Mitbewerbern. „Ich bin das erste Mal dabei und habe geschaut, was die anderen so nehmen“, sagt Jenny Schaub, die Glühwein und warme Getränke anbietet.

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