Fest in Hofgeismar abgesagt – Weitere Märkte betroffen

Wegen Corona: Weihnachtsmarkt in Hofgeismar fällt aus

Buden und Menschen beim Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Hofgeismar.
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Findet dieses Jahr nicht statt: der Weihnachtsmarkt in Hofgeismar auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.

Der Weihnachtsmarkt in Hofgeismar wird wegen Corona dieses Jahr nicht stattfinden. Das hat der Magistrat der Stadt nach intensiver Diskussion am Montag entschieden.

Hofgeismar - Das Fest hatte angesichts der Coronapandemie schon tagelang auf der Kippe gestanden. „Wir haben alle Möglichkeiten diskutiert und geprüft“, erklärte Bürgermeister Markus Mannsbarth am Dienstag. Leider lasse die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung die Veranstaltung nicht zu.

Der Besuch des Weihnachtsmarktes Hofgeismar an einem der vier Adventswochenenden gehöre für viele Bürger zum festen Brauch in der Vorweihnachtszeit, teilt die Stadt mit. Grundsätzlich seien Weihnachtsmärkte zwar erlaubt, aber nur unter den Bedingungen eines Corona-Hygienekonzeptes.

Das würde laut Stadt für den Markt in Hofgeismar bedeuten: Die Teilnehmerzahl dürfe 250 Personen nicht übersteigen. Es gelte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Einzelpersonen oder Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haustandes. Dieser Abstand müsse in alle Richtungen gegeben sein oder es müssen Trennvorrichtungen aufgebaut werden. Zudem sei eine Steuerung bei Eintritt und Verlassen zu gewährleisten, die Daten der Besucher müssten erfasst werden und eine Mund-Nasen-Bedeckung sei Pflicht.

„Das Infektionsrisiko ist zu groß, vor allem bei der Ausgabe von Speisen und Getränken“, argumentiert Mannsbart. Der Weihnachtsmarkt lebe vom Miteinander und der Gemütlichkeit. „Dieses Flair würde durch die aktuellen Hygienebedingungen und Abstandsregelungen verloren gehen.“

Die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe Hofgeismar hatte erst kürzlich gegenüber der HNA erklärt, dass man den Markt gerne feiern wolle und man davon ausgehe, dass dies auch unter Coronaregeln mit veränderten Konzepten möglich sei. Zur aktuellen Entscheidung sagte die Vorsitzende Heike Claus, dass man das bedauere, aber kein Risiko eingehen dürfe. Wenn rundum alle anderen Märkte abgesagt seien, würde Hofgeismar mit noch mehr Besuchern zum Brennpunkt. Das könne man nicht riskieren. (Matthias Müller und Thomas Thiele)

Schon mehrere Märkte wurden abgesagt

Abgesagt wurden außer dem in Hofgeismar auch noch folgende größere Weihnachtsmärkte: Lippoldsberg (Klosterkirche), der Markt der Vereinsgemeinschaft in Immenhausen, der Lichterzauber in Trendelburg, der Weihnachtsmarkt der Vereinsgemeinschaft Liebenau, der Nikolaimarkt in Grebenstein. Noch nicht entschieden ist in Karlshafen/Helmarshausen. In einer Dienstversammlung waren die meisten Kreisbürgermeister für Absagen, Baunatal prüft noch.

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