Erst floss Wasser, dann der Wein

Weinfest Hofgeismar war trotz Gewitter ein voller Erfolg

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Zum Wohl: Kai Hofmeyer (von links) aus Espenau war mit der Regiotram zum Weinfest nach Hofgeismar gekommen und traf dort zufällig auf Lukas Rotermund und Debbie Schmidgall. Gemeinsam verbrachte man trotz Regens eine schöne Zeit unter den schützenden Schirmen.

Hofgeismar. Wer am frühen Freitagabend auf den Marktplatz kam, sah sich von feiernden Menschen umringt. Schon früh war kein freier Platz mehr in dem kleinen Weindorf rund um den Brunnen zu finden.

Das Hofgeismarer Weinfest hat sich inzwischen zu einer festen Institution entwickelt, die zum Feiern und Verweilen einlädt. Während laut Aussage der Standbetreiber am Freitag beinahe mehr Wasser als Wein konsumiert wurde, was auf die tropischen Temperaturen zurückzuführen war, holten die Hofgeismarer und ihre Gäste den Weinkonsum am Samstag nach. Bei den kühleren Temperaturen gönnte man sich doch den einen oder anderen Schoppen mehr und nutzte den beliebten Weinprobierpass aus. Dieser ermöglichte es den Gästen, an jedem der acht Anbieterstände einen anderen köstlichen Rebensaft zu verköstigen.

Gut beschirmt: Glück hatte, wer vorsorglich einen Regenschirm mitgebracht hatte. Doch als der Regen stärker wurde, konnte man auch im Rathausfoyer Zuflucht vor den Wassermassen suchen.

Rathaustüren geöffnet

In Feierlaune: Viele Menschen verabredeten sich bereits am Freitag zum gemütlichen Beisammensein im idyllischen Weindorf auf dem Marktplatz und feierten gut gelaunt bei einem guten Glas Wein.

Am Samstag startete das Weinfest bereits am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und zum Abend hin füllten sich immer mehr und mehr die Bänke, bis es gegen 19.40 Uhr zu gewittern begann und heftiger Starkregen einsetzte. Während die Menschen zunächst nur unter die Schirme flohen und die Live-Band „Die Falschen Fuffziger“ noch scherzte „Wir haben’s dunkler gemacht, damit das mit den Lichtern besser kommt“, mussten die Musiker bald aus Sicherheitsgründen ihr Spiel unterbrechen. Als der Regen immer stärker wurde, brachten sich die Menschen auch in den Hütten der Anbieter in Sicherheit. Außerdem wurden kurzerhand und ganz pragmatisch die Rathaustüren geöffnet, sodass man im Foyer des Rathauses Zuflucht finden konnte.

Wer nun aber glaubt, das Unwetter hätte dem Weinfest ein jähes Ende bereitet, irrt. Viele Hofgeismarer blieben unverdrossen und feierten bis spät in die Nacht. Davon zeigten sich auch die Weinhändler beeindruckt: „So ein Durchhaltevermögen habe ich noch nicht erlebt. Die Menschen hier wollen wirklich feiern!“ Auch Dieter Rüddenklau vom Heimat- und Verkehrsverein war mit den Besuchszahlen zufrieden: „Von der Seite der Veranstalter aus gesehen war das 21. Weinfest ein voller Erfolg.“

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