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Süße Sensation im Tierpark Sababurg: Albino-Känguru geboren

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Von: Thomas Thiele

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Das kleine weiße Känguru streckt den Kopf mit zwe großen Ohren aus dem Beutel der Mutter und schaut den Betrachter an.
Im Tierpark Sababurg gibt es jetzt auch ein weißes Känguru, das den Beutel seiner Mutter auch manchmal schon verlässt. © Thomas Thiele

Eine Premiere gibt es seit einigen Tagen im Tierpark Sababurg zu sehen: ein weißes Känguru.

Hofgeismar - Zum ersten Mal in den 31 Jahren, in denen im Tierpark Sababurg Bennettkängurus zuhause sind, ist dort ein weißes Känguru zur Welt gekommen. Der Tierpark bestätigte jetzt offiziell die Geburt, die etwa zwei Monate zurückliegt, aber zunächst nicht auffiel. Denn die Neugeborenen, die die Größe von Gummibärchen haben, klettern zuerst in den Beutel der Mutter und wachsen dort heran, bis sie erstmals herausschauen und dann erkannt werden.

Es gehört immer noch viel Geduld dazu, damit Besucher des Tierparks das Jungtier einmal beim Verlassen des Beutels seiner Mutter Zali beobachten können. Öfters sieht man nur ein aus dem Beutel der Mutter hängendes Beinchen, nachdem es kopfüber hineingeklettert ist.

Das Mutter-Känguru sitzt am Boden und schaut nach unten, o ihr Junges mit großen Augen aus dem Beutel schaut.
Zali wacht stets über ihr Junges, das farblich aus der Art geschlagen ist. Die Jungtiere trinken auch noch Muttermilch, alle fressen Gräser, Blätter, Kräuter. © Thomas Thiele

Noch ein weiteres Känguru im Tierpark Sababurg geboren

In dem Kontakt-Gehege nahe am Eingang des Tierparks leben derzeit sechs Bennettkängurus. Einmal ist es das Männchen, Viggo. Dazu kommen drei Weibchen: Dörthe (2014 geboren) ist derzeit ohne Nachwuchs. Zwei haben ein Jungtier im Beutel: Emma (2017) brachte im Januar 2022 ein Jungtier zur Welt sowie Zali, auch bekannt als Ricarda (2020), die im Februar das Albino-Jungtier geboren hat. Dieses hat nicht wie die anderen Bennetts auf dem Rücken ein graubraunes und am Nacken rotbraunes Fell, sondern ist komplett weiß, einschließlich der Augenwimpern.

Beide Jungtiere sind noch namenlos. In der Regel bleiben sie neun Monate im Beutel und werden mit 14 bis 17 Monaten entwöhnt.

Das Tier gähnt mit weit offenem Maul.
Das Albino-Junge schaut manchmal aus dem Beutel der Mutter und gähnt auch mal herzhaft. © Thomas Thiele

Tierpark Sababurg: Albino-Kängurus sind recht selten

Weiße Kängurus sind schon sehr selten, erklärte die Tierparkverwaltung auf Anfrage. Bislang gab es in Sababurg fast jährlich Kängurunachwuchs, regelmäßig werden Tiere an andere Zoos abgegeben oder neue von dort geholt. Diese Art wird in rund 550 Zoos gehalten, davon etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum.

In freier Natur haben weiße Kängurus wegen ihrer fehlenden Tarnfarbe nur geringe Überlebenschancen. Durch Gehegehaltung werden Weißlinge dagegen gefördert, informiert auch ein Schild am Gehege. Bislang hielt sich der Tierpark mit der offiziellen Bekanntgabe noch zurück. Das Jungtier wird nun aber täglich stärker und mutiger.

Aus dem Kängurubeutel am Bauch ragt noch ein kleines weißes Bein.
Wenn es in den Beutel klettert, ist oft noch ein Bein zu sehen. © Thomas Thiele

Zuletzt sorgte ein Sababurger Känguru im Jahr 2012 für Aufregung, als es durch eine versehentlich offene Gehegetür entwischte und Tage später am Mühlenplatz bei Gieselwerder unverletzt wiedergefunden und zurückgebracht wurde. (Thomas Thiele)

Seit März 2022 sind im Tierpark Sababurg auch Alpakas zu sehen. Mit den flauschigen Tieren kann sogar auf Tuchfühlung gegangen werden.

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