Weiter viele Flächen für Windräder in Nordspitze

Windkraftanlagen: Der Teilregionalplan geht bald in die zweite Offenlegung. Foto: dpa

Hofgeismar. In den vergangenen Monaten haben sich die Windkraftkritiker gewaltig angestrengt: Unter anderem versuchten sie mit einer Rotmilankartierung die vorgesehenen Flächen für Windkraftanlagen im Reinhardswald zu verringern.

Doch bereits damals war klar, dass sich das auf die aktuellen Planungen kaum auswirken wird. Erst im Rahmen der zweiten Offenlegung könnten erneut Einwände vorgebracht werden, hieß es. Die steht nun bevor.

Wir dokumentieren Änderungen, die die Vorlage für die zweite Offenlegung vorsieht, in Auszügen:

• Eine 33 Hektar große Fläche nördlich von Langenthal (KS02) soll auf 50 Hektar anwachsen. Sie ist aber mit dem Hinweis versehen, dass eine „vertiefte Rotmilan-Prüfung erforderlich ist“.

• Die Fläche Farrenplatz (KS04) über Langenberg bis Staufenberg wird dagegen mit 922 statt 1080 Hektar etwas verkleinert.

• Eine kleine Fläche von 19 Hektar auf dem Hölleberg bei Langenthal entfällt wegen Rot- und Schwarzmilanvorkommen.

• Wegen der Nähe zur Klinik Lippoldsberg und dem Rotmilan schrumpft eine Fläche westlich von Arenborn (KS07) von 115 auf 81 Hektar.

• Die Fläche (KS011) östlich von Hümme wurde vergrößert von 175 Hektar auf 185. Sie sei zwar in einer Hubschrauber-Nachttiefflugstrecke, bisher liege aber keine neue Stellungnahme der Bundeswehr vor.

• 371 Hektar bei Eberschütz und Sielen (KS12) werden wegen des Rotmilans auf 270 Hektar verkleinert.

• Das Gebiet nördlich von Hombressen (KS14) an der Friedenseiche wurde von 133 auf 141 Hektar vergrößert.

• Die Fläche Heuberg-Westberg (KS16) wird von 176 auf 141 Hektar verkleinert. Sie liegt aber ebenfalls im Nachttieffluggebiet der Bundeswehr. Die Planer hoffen auch hier auf eine Einigung.

• Die Fläche Petersholz bei Liebenau (KS21)wurde wegen des Rotmilans von 93 Hektar auf 31 verkleinert.

• Mehrere kleine Flächen, darunter 25 Hektar zwischen Udenhausen und Hombressen entfallen wegen naturschutzfachlicher Bedenken.

Am 6. November wird der Haupt- und Planungsausschuss über das Konzept beraten, am 17. November die Regionalversammlung über die zweite Offenlegung beschließen. (gör)

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