200 Meter hohe Anlagen sollen entstehen

Weitere Flächen für Windenergie: Acht Windräder bei Hombressen geplant

Hofgeismar. Nach Gahrenberg, Langenberg und Farrenplatz werden im und am Reinhardswald weitere Flächen für Windenergieanlagen beplant. Im Dreieck Carlsdorf-Schöneberg-Hombressen sollen insgesamt acht über 200 Meter hohe neue Anlagen entstehen.

Vier davon sollen im Wald entstehen, vier auf den angrenzenden Offenlandflächen. Über das Vorhaben hat jetzt die Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH (UKA) aus Meißen informiert. Projektleiter Frederic Elmiger sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass UKA-Partner für die Anlagen im Wald der Landesbetrieb Hessen Forst ist. Bei den vier geplanten Offenlandanlagen arbeite UKA mit der Bürgerenergiegesellschaft (BEG) Naturkraftwerke Kassel GmbH & Co. KG zusammen. Kommanditisten seien die privaten Flächeneigentümer sowie an Windkraft interessierte Bürger. Alle acht Anlagen würden den gesetzlichen 1000-Meter-Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung einhalten, sagte Elmiger.

Für die vier BEG-Anlagen hat die UKA bereits im November vergangenen Jahres den Zuschlag zur Stromlieferung erhalten. Der Zuschlag konnte erteilt werden, da Bürgerenergiegesellschaften in dem Bieterverfahren privilegiert sind. Andere Anlagen können nur nach Genehmigung an den Ausschreibungen der Netzagentur teilnehmen.

Die Anträge zur Genehmigung des Windparks will UKA noch in diesem Jahr beim Regierungspräsidium Kassel einreichen. Ziel sei, die Anlagen schon im dritten oder vierten Quartal 2020 in Betrieb zu nehmen, so Elmiger. Derzeit laufen noch die naturschutzfachlichen Untersuchungen für die Flächen. Die bisherigen Zwischenergebnisse wiesen auf keine Problematiken hin.

Dem Projektleiter ist bewusst, „dass die Windkraft im Reinhardswald ein sensibles Thema ist. Weil in den Orten „viel Unruhe herrscht“, werde UKA im Oktober zu einer Bürgerinformation einladen. 

Hintergrund

Die UKA mit Sitz im sächsischen Meißen und Zweigstellen unter anderem in Bielefeld und Grebenstein ist einer der großen Entwickler von Onshore-Windparks in Deutschland. 2017 habe das Unternehmen den Zuschlag für 61 Projekte mit über 1000 Megawatt Leistung von der Bundesnetzagentur erhalten. Das sei rund ein Drittel der 2017 bezuschlagten Gesamtmenge an Windstrom gewesen, sagt Projektleiter Frederic Elmiger. Davon entfallen auf die vier Anlagen der Bürgerenergiegesellschaft Naturkraftwerke Kassel 18 Megawatt. Alle acht der neu geplanten Anlagen bei Hofgeismar liegen in der Vorrangfläche KS 14 des Teilregionalplans Energie Nordhessen. Elmiger hat keinen Zweifel daran, dass sich der Windpark wirtschaftlich betreiben lässt. Der Wind wehe hier im Mittel mit deutlich über 6 Meter pro Sekunde. 

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Karin Hillebrand

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